Samstag 01. November 2014, 14:44

Energie & Ressourcen

Erneuerbare Energie wird ins Zentrum der EU-Energieversorgung rücken

Die EU will den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 um 80 % reduzieren. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, muss die Stromerzeugung nahezu ohne CO2-Emissionen auskommen. Wie lässt sich das ohne Wettbewerbsnachteile und Energieengpässe bewältigen?

Niki Tzavela: "Erneuerbare Energie wird ins Zentrum der EU-Energieversorgung rücken"
Niki Tzavela: "Erneuerbare Energie wird ins Zentrum der EU-Energieversorgung rücken"
Bild: European Parliament
Antworten darauf hat die EU-Kommission in ihrem Energiefahrplan (Roadmap) 2050 formuliert. Der Industrieausschuss hat über die Vorschläge der griechischen Christdemokratin Niki Tzavela zum Thema abgestimmt.

Wie wird der EU-Energiemix 2050 aussehen? Welche Energiequellen sollten eine größere Rolle spielen?

Langfristig werden erneuerbare Energiequellen ins Zentrum der EU-Energieversorgung rücken. Hier geht der Trend von einer kleinen Zahl von Modell-Projekten hin zur Massenproduktion und -installation, die wettbewerbsfähig ist und nicht subventioniert werden muss.

Die Subventionen für erneuerbare Energie in einigen EU-Staaten haben zu hohen Energiepreise geführt. Als Hilfsgelder gestrichen worden, sprangen viele Investoren ab. Lässt sich das in Zukunft vermeiden?

Wir brauchen einfachere Verwaltungsstrukturen und effiziente Subventionen, die auch angepasst werden können. Rückwirkende Änderungen zerstören aber das Vertrauen der Investoren. Das Europäische Parlament ermutigt EU-Staaten und ihre Regionen, intensiver zu kooperieren. Damit wollen wir Kosten senken und sicherstellen, dass die Investitionen dort getätigt werden, wo sie am produktivsten sind. So wird in Griechenland etwa am Helios-Projekt gearbeitet, mit dem erneuerbare Sonnenenergie aus Südeuropa nach Zentraleuropa geleitet werden soll.




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