Umweltfreundlich, praktisch und beliebt: Bereits 1996 produzierte General Motors mit dem EV 1 das erste elektrisch betrieben Serienfahrzeug. Die Fahrzeuge waren leicht und schnell: 0 – 100 km/h in nicht einmal 9 Sekunden, die Reichweite für den täglichen Bedarf ausreichend und sie waren leicht aufzuladen. Doch so leise wie sie unterwegs waren, verschwanden sie auch wieder. Warum?
Motorraum Elektroauto
Bild: CC-BY 2.5
Zahlreiche Prominente aus Hollywood sowie eine handerlesene Schar von Auserwählten waren begeistert von den kleinen Flitzern und es schien, als wäre das coole Zero-Emission-Car die perfekte Lösung für den tristen Alltag im smoggeplagten Los Angeles, in dem permanent reichlich dicke Luft herrschte. Die Reduzierung der Umweltbelastung war erklärtes Ziel der dortigen Regierung, bis 2003 sollten zumindest 10% der Fahrzeuge emmissionsfrei fahren. Und so kam der EV 1 gerade recht, er lief zuverlässig, praktisch und zudem recht niedlich anzusehen. Doch leider hatte diese praxistaugliche Lösung einen einzigen Haken: Der kleine, quirlige Stromer war unverkäuflich. Viele bunte Scheine und auch gute Worte halfen nichts, GM blieb hart: Die Fahrzeuge konnten nur gemietet werden. Und diese Mietverträge wurden nicht verlängert. GM holte sich die Exemplare zurück um sie zu verschrotten.
Stromer als Dienstfahrzeuge
Die Geschichte eines kleinen Elektrosamurai verlief ganz ähnlich: Der Hypermini von Nissan wurde 1997 in Tokyo präsentiert und eroberte sehr schnell das Herz der Kalifornischen Lenkraddreher. Die Stadtväter von Pasadena setzten die regionale Beamtenschaft unter Strom und die sympathische Knutschkugel begleitete diese von Amts wegen bis August 2006 auf ihren Wegen. Die Begeisterung über die Zuverlässigkeit und einfache Handhabung war enorm und sorgte rundum für zufriedene Gesichter. Aber leider … wurden die Mietverträge für die kleinen Stromer nicht verlängert und Nissan beeilte sich, diese in geschlossener Formation zurück zu ordern um sie schlichtweg zu zerstören.
Kurzschluss oder Absicht?
Mit dem RAV 4-EV brachte Toyota einen hochtechnifizierten Allradkraxler auf den Markt, der mit sensationellen Unterhaltskosten überraschte: Eine komplette Akku - Aufladung war nicht viel teurer als heute die Tasse Kaffee mit Kipferl. Die Ölkonzerne tobten, und Toyota hatte nichts Eiligeres zu tun, als die leise schnurrenden Off – Roader wieder vom Markt zu nehmen mit der Absicht, sie zu: Zerstören!
Doch einige Fans der Nippon-Stromer rebellierten und widersetzten sich den höchst seltsamen Plänen der Samurais. Bis auf weiteres durfte fröhlich weiter geschnurrt werden auf den Strassen von San Francisco, doch das Herz des guten Stücks, die NiMH EV-95 Batterie wurde nie wieder hergestellt. Der Grund: Chevron – Texaco bemühte sich erfolgreich, wenn auch mit enormen Geldbeträgen um die Patente und demontierte in Folge sicherheitshalber gleich die ganze Fabrik. Keine Batterie, kein weiterkommen. Das hat was für sich.
Töff Töff statt Schnurrdiburr …
Klein, wendig, dann ist er gekippt: Die schnuckelige A Klasse mit dem Stern als Markenzeichen hätte – so war es ursprünglich geplant – die automobile Landschaft in den pulsierenden Megacites jenseits des Atlantiks prägen sollen. Doch es kam ganz anders. Auf massiven Druck der Erdöl- und Automobil Lobby setzten Gerichte das MOA ( Memorandum of Agreement ) der Regierung ausser Kraft, und legten das Projekt ganz bewusst auf Eis. Die Folgen sind bekannt: Das smarte Citycar mit gut 200 km Reichweite und Zero-Emmission ging trotz erfolgreich absolvierter Testläufe auf verschiedenen Highways nicht in Serie und wurde in Windeseile auf konventionellen Antrieb umgebaut, Nebenwirkungen inklusive: Antriebsbedingt verlagerte sich der Fahrzeugschwerpunkt in schier schwindelerregende Höhen, der Elchtest brachte das Fahrzeug zum Kippen, das Modell A beinahe auch. Die Folgekosten verursachten bei den Verantwortlichen reichlich Kopfschmerzen und verschlangen Millionen, vom Spott der Branche ganz zu schweigen und es sollte lange dauern, bis das kleine Sternenkind als solches akzeptiert wurde.
Zu genial um am Markt zu bestehen
Die typbedingt geniale, weil einfache Konstruktion beschert den Besitzern der Elektromobile bauartbedingt durchwegs günstige Unterhaltskosten. Doch diese Freude ist einseitig, zu einseitig für die Mächtigen der Welt. Auffallend weniger bewegliche Verschleißteile durch den Wegfall kompletter technischer Baugruppen und wartungsarme Elektromotoren in Verbindung mit dem enormen Wirkungsgrad gegenüber konventionellen Antrieben lassen den Servicebetrieben spontan die Haare zu Berge stehen: Ganze Wirtschaftszweige – allen voran die allmächtige Erdöllobby, gleich hintan die Fahrzeughersteller – kämen um satte, nie endend wollende Profite und hätten plötzlich nichts mehr zu lachen, geschweige denn zu reden. Unvorstellbar. Also kam die eintönige Mähr von technischen Problemen, ganze PR-Abteilungen hatten plötzlich alle Hände voll zu tun, um gezieltes Negativ-Marketing zu betreiben und die vielen Schwächen der Stromer publikumswirksam ins rechte Licht zu rücken. Speziell Akkus, die sich bei voller Belastung in Schall und Rauch auflösen waren beliebte Ausreden, ebenso deren geringe Reichweite. Eine ganze Branche hat sich angesichts der wirtschaftlichen Folgen einer genialen Idee geradezu denunziert, um die Stromer gekonnt und sehr nachhaltig aus dem automobilen Tagesgeschehen zu elimieren.
Die nächste Ölkrise kommt sicher
Die aktuelle Taktik, Biosprit mit Erdöl zu vermengen führt ganz zwangläufig in eine Sackgasse. Zum einen bleiben wir durch diese Vorgangsweise auch in Zukunft nachhaltig von Erdölimporten abhängig, zum anderen führt dies wie bereits geschehen zu drastischen, nicht akzeptablen Preiserhöhungen bei den grundlegenden Getreidepreisen, was wiederum ausschliesslich den Spekulanten mit Termingeschäften rund um die ganze Welt eine sichere und zugleich sehr lukrative Einnahmequelle verschafft. Und von wegen CO 2 Einsparung durch Biosprit, von dem mittlerweile in Mode gekommenen Emissionshandel ganz zu schweigen: Nada. Niente. Rohstoffe u.a. Erdöl sind nun mal begrenzt, da bremst sich die Klimalüge recht gekonnt selber aus. Um die lieb gewonnene Mobilität auch weiterhin leben und geniessen zu können müssen endlich tragfähige Alternativen her.
Immerhin: Vielerorts setzt auch bei den Regierungen das längst erforderliche Umdenken ein, erneuerbare Energie rückt in den Vordergrund der Überlegungen innovativer Verkehrkonzepte. So hofft alleine Deutschland, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf den Strassen zu sehen. Die Technik ist vorhanden, die Industrie gefordert, jetzt geht es um tragfähige, praxistaugliche Strukturen, um die zukunftsweisenden Konzepte mit geeigneten Massnahmen in den mobilen Alltag zu integrieren. Immerhin: Auf der IAA präsentieren die Hersteller einige recht viel versprechende, neue Antriebskonzepte. Die auf unseren Strassen bekannten Hybride sind erst der Anfang.
Seit kurzem werden sie in den heimischen Medien über den grünen Klee gepriesen: Ziemlich genau drei Jahrzehnte nach ihrer Gründung haben Österreichs Grüne nach einer wechselvollen Geschichte so etwas wie den Zenith erreicht. 1983 waren sie am Einzug ins Parlament noch gescheitert, vier Jahre später gelang der legendären Freda Meissner-Blau dieses Kunststück, und 2006 wurden sie bei den Nationalratswahlen sogar - wenn auch ex aequo mit der FPÖ - auf Bundesebene drittstärkste Partei. Seit fünf Jahren wieder nur auf Platz vier, stellen sie derzeit 20 Abgeordnete im Hohen Haus. Parteichefin Eva Glawischnig-Piesczek und ihr Team dürfen nach den Wahlsiegen bei vier Landtagswahlen allerdings hoffen, endlich den großen Durchbruch zu schaffen - und in der Bundesregierung zu landen. »
Im aktuellen Werbespot („Wer tut am meisten für die Mieter? Die SPÖ“) feiert man sich als Retter der heimischen Mieterschaft. Tatsächlich hat man aus Gründen des Macht-Erhalts das komplizierteste Mietensystem Europas geschaffen – inklusive Dauer-Wohnungsnot. Mit der Freigabe der Mieten und der Umpolung der staatlichen Pensionsvorsorge könnte man einen neuen Gründerboom auslösen. »
Nachdem in Teil 1 die eher verhaltene Reaktion der supranationalen EU auf die vierte Novellierung der ungarischen Verfassung dargestellt wurde, wird nachstehend der verblüffenden Tatsache nachzugehen sein, warum sich der bloß intergouvernemental konzipierte Europarat entschlossen hat, gegen Ungarn ein entsprechendes Monitoring-Verfahren einzuleiten. »
Aus Paris meldet sich Jaques Delors mit Rezepten von vorgestern. Der biedere Auftritt des älteren Herren namens Jaques Delors, der lange Zeit Präsident der Europäischen Kommission war, vermag nicht darüber hinwegzutäuschen, dass derselbe Delors ein gewiefter Politiker geblieben ist. »
Rechtzeitig zu Beginn der Feriensaison reißt der trübe Konjunkturhimmel über den europäischen Krisenstaaten etwas auf: Griechenland erwartet einen regelrechten Touristen-Ansturm. Italien, Spanien und Portugal hoffen zumindest auf moderate Steigerungsraten. Doch mit dem EU-Beitritt Kroatiens kommt ein nicht zu unterschätzender Wettbewerber noch stärker als bisher ins Spiel. »
Kontrovers - die Audiodiskussionsserie auf EU-Infothek. Auch diesmal diskutieren Andreas Unterberger und Georg Hoffmann-Ostenhof wieder über ein aktuelles Thema. Kontrovers ist Programm auch dieser Diskussion. Die beiden Journalisten widmen sich mit ihren unterschiedlichen Weltanschauungen dem Thema: Integration - Zusammenleben in Österreich.
Staatssekretär Sebastian Kurz hat den Integrationsbericht 2012 vorgelegt - es gebe kleine Fortschritte in der Bildung und beim Spracherwerb. Hat sich im Bereich der Intergation etwas bewegt?
„Das weiß ich, und deswegen will ich Sie; ich will keinen Bequemen“, soll die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Wolfgang Schäuble gesagt haben, als dieser im November 2005 auf ihr Angebot, Innenminister zu werden, geantwortet habe, er werde loyal sein, aber sich keine Zügel anlegen lassen. »
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