Donnerstag 23. Mai 2013, 00:26

Energie & Ressourcen


Elektroautos: Einheitliche Vorschriften in Sicht

Um die Einführung von Elektroautos zu beschleunigen machen EU, USA und Japan künftig  gemeinsame Sache. Dabei einigten sich die Partner auf die weltweite Anpassung der Vorschriften. Die dadurch realisierbaren Produktionszahlen führen zu spürbareren Kosteneinsparungen für die Hersteller. Das sollte die umweltfreundlichen Flitzer auch für ein breites Publikum erschwinglich machen.

Elektroauto (Symbolfoto)
Elektroauto (Symbolfoto)
Bild: Prestige Cars
Elektroautos sind gegenüber der benzingetriebenen Konkurrenz aufgrund geringer Produktionszahlen in mehrfacher Hinsicht stark benachteiligt. Im Interesse der Wirtschaftsbelebung und der branchenbedingt knapp ausfallenden Kalkulation bringt die geplante Zusammenarbeit für alle Seiten spürbare Vorteile. Da derzeit weltweit Vorschriften für Elektroautos erarbeitet werden, bietet diese Zusammenarbeit die einzigartige Gelegenheit, gemeinsame Lösungen zu finden.       

Neue Marktchancen für Elektroautos

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission für Industrie und Unternehmen, Antonio Tajani, sieht diese Kooperation als einen wichtigen Schritt hin zur Entwicklung und zugleich stärkeren Verbreitung von Elektroautos. Das Abkommen bezüglich der Zusammenarbeit auf dem Bereich der Rechtsvorschriften wirkt sich in Folge positiv auf das Marktpotential aus, die bahnbrechende Technik ist die Voraussetzung für die erhöhte Wettbewerbsfähigkeit und einem nachhaltigen Strassenverkehr.

Globale technische Regelungen realisierbar

EU, die staatliche Behörde für die Sicherheit des Straßenverkehrs (National Highway Traffic Safety Administration (NHTS)) und die Umweltschutzagentur (Environmental Protection Agency (EPA)) in den USA sowie das japanische Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus machen dabei gemeinsame Sache. Die Arbeitsgruppen stehen allen Ländern offen, auch Indien und China, die ja dem Übereinkommen der Vereinten Nationen beigetreten sind.

Sicherheitsaspekte von Elektrofahrzeugen und deren Bauteile einschliesslich Akku fallen in den Aufgabenbereich der ersten Gruppe, ebenso der Schutz der Fahrzeuginsassen vor elektrischen Schlägen im Betrieb, beim Laden und nach Unfällen. Die zweite Arbeitsgruppe beschäftigt sich überwiegend mit dem Thema Umweltschutz bezüglich der Vorschriften für Elektromobile. Das Ziel der beiden Gruppen ist der kontinuierliche Informationsaustausch über gegenwärtige und künftige Regelungsinitiativen um nach Möglichkeit gemeinsame Anforderungen in Form globaler technischer Regelungen zu erarbeiten.

Wettbewerbsfähigkeit steigt dank Harmonisierung

Einheitliche Vorschriften im Bereich Sicherheit und Umweltanforderungen dienen der Harmonisierung technischer Aspekte mit dem Hintergedanken, die Entwicklungskosten spürbar zu senken, der Industrie die mehrfache und meist recht komplexe Abwicklung von Verwaltungsverfahren zu erleichtern und somit die entsprechenden Voraussetzungen für wirtschaftliche Effizienz und niedrige Kosten für Verbraucher zu bewirken.   


 




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