Einladung zur Immigration - Kluger Schachzug oder Europas Niedergang
Die EU-Kommissarin für Inneres, Cecilia Malmström, hat heute das EU-Zuwanderungsportal eröffnet. Es enthält praktische Informationen für Personen aus Nicht-EU-Ländern, die in die EU ziehen möchten.Die Website ec.europa.eu/immigrationrichtet sich auch an Zuwanderer, die bereits in der EU leben und von einem Mitgliedsland in ein anderes umziehen möchten. Sie enthält nach Kategorien gegliederte Informationen über die Zuwanderungsverfahren in allen 27 EU-Mitgliedsländern.

Bild: BMI
Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten
Es bedarf der weiteren Recherche. Auffällig ist, dass dieses Portal nach Englisch und Französisch jetzt auch in Spanisch und Arabisch erscheinen soll Die Wiener Zeitung schreibt, nämlich in Berufung auf Cäcilia Malmström, dass die EU plane, sage und schreibe zirka zwei Millionen Migranten aus Nordafrika in die EU zu lassen. Malmström erhofft sich damit, den Mangel an Fachkräften, vor allem im Gesundheitswesen beseitigen zu können. Weiters, so führte sie nach der Wiener Zeitung aus, soll der legale Zuzug vor allem für jugendliche Arbeitslose aus Tunesien, Marokko und Ägypten eine Möglichkeit für ein neues Leben bieten.
Mangelnde EU-Kompetenz gegen Arbeitslosigkeit und Facharbeitermangel
Es stellt sich jetzt die Frage, wie die 40% arbeitslosen jungen Spanier das sehen, für die kein Förderungsprogramm und keinerlei Unterstützung durch die europäischen Behörden vorgesehen ist. Was werden die fertigen Mediziner in Österreich, die jahrelang keinen Ausbildungsplatz bekommen, dazu sagen? Oder die vielen Maturanten, die gerne hochwertige Studien absolvieren möchten aber hinauskomplementiert werden, weil der Staat sich deren Ausbildung nicht leisten will. In Deutschland gibt es Vergleichbares. Mit dem Numerus Clausus werden Abiturienten, wenn sie kein höchst exzellentes Zeugnis vorweisen können, jahrelang zur Ausübung minderer Tätigkeiten verurteilt oder sie bilden für praktisch nichts die Verstärkung der Generation Praktikum .
Wie werden es die nordafrikanischen Staaten aufnehmen, wenn Europa ihnen die Fachkräfte einfach wegsaugt? Wie können die Länder des arabischen Frühlings zu Demokratie und Wohlstand kommen, wenn die Führungskräfte und begabte junge Leute die Länder verlassen.
Auf der anderen Seite ist natürlich ein gewisser Austausch von Wissen und Kultur von beiden Seiten von erheblicher Notwendigkeit, sehen wir nur einmal den bisher eher mühsamen Umgang mit befristeten Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen von Spitzenkräften und Forschern, da hat die EU natürlich zu lernen.
Wichtig für dieses Portal ist, den angesprochenen migrationswilligen Menschen nicht zu viel zu versprechen und sie in Scharen anzulocken.
Das Beispiel mit Nordafrika sei nur gewählt, da diese Gruppe geografisch die nächste ist. Weitere Gruppen, die sich durch dieses Portal übermäßig angezogen fühlen könnten, wären Menschen aus den früheren britischen und französischen Kolonialgebieten Afrikas, die ja teilweise Englisch oder Französisch als Muttersprache haben.
Doch zurück zum EU-Portal. Es wurde natürlich nach entsprechenden Kriterien geplant und es ist auch sicher die beste Absicht darinnen verwirklicht worden, doch sollte zuerst der Arbeitsmarkt in der EU mit gemeinsamen Anstrengungen in Ordnung gebracht werden, damit zum Beispiel Spanien durch erhöhte Kaufkraft mit seiner momentanen Wirtschaftslage besser zurande kommt.
Anhand der aufgeführten Hintergrundmotive kann man sich seine persönliche Meinung bilden.
So sieht Innen Kommissarin Malmström und ihr Team die Plattform:
Das EU-Zuwanderungsportal ist die erste Anlaufstelle für aktuelle, praktische Informationen über die Zuwanderungsverfahren und –politik der EU und der EU-Mitgliedsländer. Arbeitnehmer/-innen, Forscher/-innen und Studierende sowie Menschen, die zu ihren bereits in der EU lebenden Familien ziehen möchten, finden hier auf sie zugeschnittene Informationen über das gewünschte Zielland. Über direkte Links werden sie zu den Internetseiten nationaler Zuwanderungsbehörden weitergeleitet. Außerdem erfahren sie mehr über ihre Rechte und darüber, ob sie zur Einreise in die EU ein Visum benötigen.
Das EU-Zuwanderungsportal erklärt, welche Möglichkeiten legaler Zuwanderung es gibt, und klärt gleichzeitig über die Risiken illegaler Zuwanderung – Menschenhandel und Schleuserbanden – auf. Es enthält unter anderem ein umfassendes Verzeichnis von Regierungsstellen und Nichtregierungsorganisationen. Neben Zuwanderern und potenziellen Zuwanderern können sich auch einschlägige Hilfsorganisationen sowie Einwanderungsbehörden, Arbeitsämter und Lehrkräfte auf dem Portal informieren.
Das Portal http://ec.europa.eu/immigration/steht derzeit in Englisch und Französisch zur Verfügung.
Eine arabische und spanische Fassung der Website ist in Arbeit. Darüber hinaus soll das Portal an verschiedene technische Plattformen angepasst und damit zugänglicher werden.
Bei der Entwicklung des EU-Zuwanderungsportals hat die Kommission alle Akteure zu Rate gezogen – Migrantenhilfsorganisationen, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und religiöse Gruppen in den Herkunfts-, Durchreise- und Zielländern. Diese Konsultationen fanden in Belgien, Deutschland, Frankreich, Mali, Spanien und Tschechien statt.
20,1 Millionen Menschen in der EU sind Staatsbürgerinnen und Staatsbürger aus Nicht-EU-Ländern. Sie machen rund 4 % der EU-Gesamtbevölkerung aus.
Im Jahr 2010 stellten die EU-Mitgliedstaaten und die Schengen-Länder über 11 Millionen Visa aus.
Die Zahl der illegal in die EU oder innerhalb der EU geschleusten Menschen beläuft sich schätzungsweise auf mehrere Hunderttausend pro Jahr.


















Kommentar hinzufügen