Einheitlicher europäischer Luftraum: noch keine durchschlagenden Ergebnisse
Der einheitliche europäische Luftraum, die Vorreiterinitiative zur Schaffung eines Luftraums über Europa mit der dreifachen Kapazität und halb so hohen Kosten für die Flugverkehrsabwicklung, hat noch nicht die angestrebten Ergebnisse erbracht.

Bild: EC
Ineffizienzen aufgrund der Zerstückelung des europäischen Luftraums verursachen zusätzliche Kosten in Höhe von fast 5 Mrd. EUR jährlich. Die Flugstrecke aller Flüge verlängert sich dadurch um durchschnittlich 42 km, so dass die Flugzeuge mehr Kraftstoff verbrauchen und damit mehr Emissionen erzeugen sowie höhere Flugsicherungsgebühren und mehr Verspätungen verursachen. In den Vereinigten Staaten fallen in einem gleich großen Luftraum, in dem aber mehr Verkehr abgewickelt wird, nur etwa halb so hohe Kosten für die Flugsicherung an.
Einrichtung von neun funktionalen Luftraumblöcken
2012 ist ein entscheidendes Jahr für den einheitlichen europäischen Luftraum, da vier wichtige Zwischenziele erreicht werden sollen, zu denen die Einrichtung von neun funktionalen Luftraumblöcken (FAB) bis Dezember 2012 gehört. Der Vizepräsident wies eindringlich darauf hin, dass angesichts der bisher erzielten Fortschritte Europa noch weit von der Schaffung eines einheitlichen Luftraums entfernt ist. Mit Bezug auf die Einrichtung der funktionalen Luftraumblöcke (FAB) sagte er: „Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass die FAB zu zusätzlichen Vorteilen führen. Momentan sieht es nicht so aus, als ob sie einen nennenswerten Beitrag zu einem integrierten und defragmentierten Luftraum leisten werden.“ Er kündigte an, dass die Kommission ihre bestehenden Durchsetzungsbefugnisse zur Gewährleistung der erforderlichen Fortschritte umfassend nutzen wird, was nötigenfalls auch die Einleitung von Vertragsverletzungsverfahren bedeutet.
Darüber hinaus wird die Kommission im Frühjahr 2013 Vorschläge zur Stärkung des bestehenden Rechtsrahmens für den einheitlichen europäischen Luftraum vorlegen, um die laufenden Reformen zu beschleunigen.


















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