Donnerstag 24. April 2014, 10:42

Gesundheit

EFSA fördert öffentlichen Zugang zu Daten durch Transparenz-Initiative

Die EFSA gibt den Start einer weitreichenden Initiative bekannt, im Rahmen derer der Zugang zu Daten erleichtert werden soll, um so die Transparenz im Bereich der Risikobewertung zu erhöhen. Im Zuge des Programms, das in Kooperation mit den Partnern und Interessengruppen der Behörde weiterentwickelt werden wird, soll geprüft werden, wie und in welchem Umfang technische Daten, die bei der Risikobewertung verwendet werden, am besten der breiteren wissenschaftlichen Gemeinschaft sowie interessierten Dritten zur Verfügung gestellt werden können.

 EFSA fördert öffentlichen Zugang zu Daten durch Transparenz-Initiative
EFSA fördert öffentlichen Zugang zu Daten durch Transparenz-Initiative
Bild: Steffi Pelz/PIXELIO/©www.pixelio.de
Das Projekt ist Teil der fortwährenden Verpflichtung der EFSA zur Offenheit und geht auf Empfehlungen einer unabhängigen Leistungsbewertung der Behörde zurück, die Transparenz ihrer Entscheidungsfindungsprozesse weiter zu erhöhen. Auch die Wissenschaftsstrategie der EFSA betont die Bedeutung einer führenden Rolle der Behörde bei der Verbesserung des Zugangs aller interessierten Kreise zu einschlägigen wissenschaftlichen Daten.

Die Geschäftsführende Direktorin der EFSA, Catherine Geslain-Lanéelle, erklärte: „Die Risikobewertung ist eine sich stetig weiterentwickelnde Wissenschaft, und die EFSA ist jederzeit bereit, eine ihrer in der Vergangenheit erstellten Arbeiten erneut zu überprüfen, sollten neue, fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse einen früheren Befund der Behörde in neuem Licht erscheinen lassen. Mit dem Start der heutigen Initiative, im Rahmen derer bei der Risikobewertung verwendeten Daten öffentlich zugänglich gemacht werden sollen, will die EFSA Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten dabei unterstützen, Forschungswege zu beschreiten, die letztlich die wissenschaftliche Literatur bereichern und wertvolle neue Gesichtspunkte liefern, welche in die Risikobewertung einbezogen werden können. Auf diese Weise werden die Schlussfolgerungen der Risikobewertungen noch aussagekräftiger im Hinblick auf die Gewährleistung des Schutzes der öffentlichen Gesundheit, was wiederum das Vertrauen in die Arbeit der EFSA weiter erhöht.“

Transparenz-Initiative folgt einer Reihe von Maßnahmen

Die Transparenz-Initiative folgt auf eine Reihe von Maßnahmen, die die EFSA bereits ergriffen hat, um das Verständnis zu erhöhen, die Kontrolle zu verstärken und das Vertrauen in ihre Arbeit auszubauen. Dazu zählen ein richtungsweisendes Gutachten des Wissenschaftlichen Ausschusses der Behörde zur Transparenz bei der Risikobewertung sowie sich daran anschließende Initiativen wie die Veröffentlichung der vollständigen Liste wissenschaftlicher Studien und zuvor unveröffentlichter Daten zu Aspartam bei der Formulierung des aktuellen Gutachtenentwurfs durch die Behörde. Darüber hinaus hat die EFSA die Sitzungen ihres Wissenschaftlichen Ausschusses und ihrer Gremien für externe Beobachter geöffnet, um zu einem besseren Verständnis hinsichtlich der Abläufe im Rahmen der wissenschaftlichen Risikobewertung beizutragen.

In Anbetracht des Ausmaßes des öffentlichen Interesses wird die EFSA heute (14. Januar) sämtliche Daten zu der genetisch veränderten Maissorte NK603 auf ihrer Website öffentlich zugänglich machen. Während die Behörde diese Daten bisher bereits mehrfach auf ausdrücklichen Wunsch zur Verfügung gestellt hat, wird ab sofort jedes Mitglied der Öffentlichkeit bzw. der wissenschaftlichen Gemeinschaft die kompletten Datensätze, die bei dieser Risikobewertung verwendet wurden, untersuchen und nutzen können.

 

Bild: Steffi Pelz/PIXELIO/©www.pixelio.de




Kommentar hinzufügen

Kommentar hinzufügen




Das könnte Sie auch interessieren