Montag 20. Mai 2013, 16:23

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Draghi erwartet Erholung der Eurozone

In der Schuldenkrise sieht EZB-Präsident Draghi Licht am Ende des Tunnels. "Wir haben die Krise noch nicht hinter uns", sagte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) am Freitag in Paris dem Radiosender Europe 1. "Aber die Erholung der gesamten Eurozone wird zweifellos in der zweiten Jahreshälfte 2013 beginnen." Bis dahin würden die Sparmaßnahmen der Regierungen die Wirtschaft noch belasten.

EZB-Präsident blickt optimistisch in die Zukunft
EZB-Präsident blickt optimistisch in die Zukunft
Bild: APA

Draghi forderte die Euro-Staaten auf, eine Bankenunion zu schaffen. Die gemeinsame Aufsicht müsse für alle Banken zuständig sein, um eine Zersplitterung der Branche zu verhindern.

Die Umsetzung der Bankenunion in der Eurozone sollte auch nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) Vorrang im Kampf gegen die Schuldenkrise haben. "Die Bankenunion hat für uns oberste Priorität", sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Freitag vor Top-Managern der Finanzbranche in Paris. Wichtig sei, dass es eine einzige Aufsicht über alle Institute gebe. Zudem müssten die 17 Länder im Währungsraum ihre Haushaltspolitik stärker koordinieren.

Die Konsolidierung müsse jedoch in einem "vernünftigen" Tempo geschehen, damit das Wachstum nicht gebremst werde, sagte Lagarde. Denn die Konjunktur in der Eurozone bleibe wacklig. Die Wirtschaft im Währungsraum war zuletzt zwei Quartale in Folge leicht geschrumpft und steckt damit nach gängiger Definition in der Rezession.


 




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