Dr. Robert Menasse präsentierte sein neuestes Werk "Der Europäische Landbote"
Für alle Wirtschafts- und Politikinteressierten war die Buchpräsentation von Dr. Robert Menasse ein Highlight: im Gespräch mit dem ehemaligem EU-Kommissar Dr. Franz Fischler stellt Menasse seinen Essay "Der Europäische Landbote" vor.

Bild: SoWiMax/flickr.com
Kaum eines der verbreiteten Klischees vom verknöcherten Eurokraten traf zu. Ganz im Gegenteil, es sind die nationalen Regierungen, welche die Idee eines gemeinsamen Europa kurzsichtigen populistischen Winkelzügen unterordnen.
Eine neue, eine nachnationale Demokratie
Damit werden sie zu Auslösern schwerer politischer und wirtschaftlicher Krisen in der EU. Menasses furioser, dem Geist Georg Büchners verpflichteter Essay fordert nichts weniger als "die Erfindung einer neuen, einer nachnationalen Demokratie".
Über den medialen Vorwurf an Menasse, Ideale verraten zu haben, weil der Novomatic-Konzern seine Recherche in Brüssel finanziell unterstützt hat, schreibt Reinhard Göweil in der Wiener Zeitung: " Der wiederum sponsert Kunst sowie Studien zur europäischen Entwicklung. Robert Menasse sprach dort vor, erklärte, was er vorhat - und der Fonds befürwortete ein Sponsoring. Kunst und Europa würden sich dabei gut vereinen. Im Buch wird diese Unterstützung auch ausgewiesen."
So sieht das auch NOVOMATIC-Generaldirektor Dr. Franz Wohlfahrt: "Als Europas größter integrierter Glücksspielkonzern unterstützt NOVOMATIC den Essay von Dr. Menasse, weil uns die Stärkung der Europäischen Union ein sehr großes Anliegen ist. Dr. Menasses Streitschrift trägt wesentlich dazu bei, dass wir als Europäer zu denken und zu handeln beginnen. Durch seinen Einsatz fördert er die Stärkung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion und ein Umdenken zur nachnationalen Demokratie".


















~Anonymous
Glücksspielkonzern finanziert Robert Menasses Recherche
Statt von einem Glücksspielkonzern hätte Dr. Menasse seine Recherche z.B. von einer Kirche finanzieren lassen können. Kaum jemand hätte dies beanstandet. Aber beide Unternehmungsgattungen versprechen den Menschen das Glück und leben davon, wobei die Glücksspielkonzerne tatsächlich im Jenseits ein wenig der kassierten Gelder wieder verteilen, während die Kirchen jetzt kassieren und das Glück erst im Jenseits versprechen...
Kommentar hinzufügen