Montag 20. Mai 2013, 03:18

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Dijsselbloem neuer Eurogruppe-Vorsitzender

Der Niederländer Jeroen Dijsselbloem ist neuer Chef der Eurogruppe. Der 46-Jährige folgt auf den Luxemburger Jean-Claude Juncker an der Spitze der 17 Euro-Finanzminister. Die Kassenhüter ernannten Djsselbloem am Montagabend bei ihrem Treffen in Brüssel, wie Diplomaten berichteten. Der Niederländer, der einziger Kandidat war, übernimmt das Spitzenamt für zweieinhalb Jahre.

Dijsselbloem (r.) übernimmt Amt von Juncker
Dijsselbloem (r.) übernimmt Amt von Juncker
Bild: APA

Dijsselbloem stammt aus einem Land mit der Einsernote "AAA" bei den Ratingagenturen. Der Sozialdemokrat soll den Einfluss der reichen Mitgliedstaaten sichern und hat die ausdrückliche Unterstützung Deutschlands. Dijsselbloem präsentierte bereits sein Arbeitsprogramm. Seiner Ansicht nach sind Budgetsanierung und Wachstum keine Widersprüche. Die österreichische Ressortchefin Fekter forderte, der Niederländer müsse die klassische "Hartwährungspolitik" seines Heimatlandes in dem Ministerclub fortführen.

Die Ernennung des Niederländers ist nicht einstimmig gefallen. Spanien habe die Ernennung nicht unterstützt, sagte der scheidende Eurogruppenchef Juncker in Brüssel. Allerdings dürfe dies nicht überbewertet werden: "Ich habe aber nicht geglaubt, dass dies dramatische Konsequenzen nach sich ziehen wird." Der deutsche Finanzminister Schäuble sagte, die Entscheidung sei insgesamt "reibungslos über die Bühne gegangen". Deutschland stehe hinter dem 46-jährigen Niederländer: "Ich finde diese Entscheidung sehr gut."

Der Luxemburger Juncker (58) hatte nach acht Jahren auf eigenen Wunsch hin den Posten geräumt. Er war seit 2005 der erste ständige Vorsitzende des exklusiven Währungsclubs. Monatelang war seine Nachfolge offen. In der Eurogruppe kommen monatlich die Finanzminister der 17 Eurostaaten zusammen. Es ist in der Finanz- und Schuldenkrise zu einem der weltweit wichtigsten Entscheidungsgremien geworden. So entscheiden die Minister etwa über milliardenschwere Hilfsprogramme für pleitebedrohte Euroländer.


 




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