Mittwoch 20. August 2014, 08:49

Digitale Agenda

Die digitale Revolution für Europa nutzen

E-Commerce öffnet Firmen neue Märkte und Kunden eine bessere Auswahl. Doch unterschiedliche nationale Regelungen bei Mehrwertsteuer und Verbraucherschutz behindern das Wachstum der Branche. Das EU-Parlament verabschiedete einen Bericht des spanischen Christdemokraten Pablo Arias Echeverría, der Auswege aufzeigt.

Berichterstatter Pablo Arias Echeverría freut sich über Zustimmung für den Digitalen Binnenmarkt
Berichterstatter Pablo Arias Echeverría freut sich über Zustimmung für den Digitalen Binnenmarkt
Bild: European Parliament
Neben nationalen Unterschieden behindert vor allem das fehlende Vertrauen europäischer Verbraucher in Online-Bezahlsysteme und in die Zustellung ihrer Waren die volle Enfaltung des europäischen Binnenmarktes.

Doch in Krisenzeiten ist ein zersplitterter EU-Binnenmarkt mit unterschiedlichen Gesetzen für 27 EU-Staaten ein kostspieliger Luxus, erklärt Pablo Arias Echeverría. Vor allem kleine und mittelständische Firmen würden unter Mehrkosten durch unterschiedliche Mehrwertsteuersätze oder Datenschutzauflagen leiden.

Bericht schlägt vor:

- den Zugang von kleinen und mittelständischen Unternehmen zu moderner IT-Infrastruktur zu verbessern und ihre Mitarbeiter in der kommerziellen Nutzung des Internet zu schulen,

- bestehende Markthürden zu beseitigen und sowohl Bezahl- als auch Liefersysteme stärker auf den grenzübergreifenden Handel auszurichten. Auch Urheberrechte müssten an die Bedürfnisse eines digitalen Binnenmarktes angepasst werden.

- das Vertrauen der Verbraucher in den digitalen Binnenmarkt zu stärken: etwa durch ein europäisches Gütesiegel für E-Trading-Unternehmen, deren Online-Aktivitäten den EU-Regeln entsprechen

- bei Problemen auf alternative Modelle der Streitschlichtung zurückzugreifen und Streitschlichtung auch online anzubieten

- auf E-Books und andere digitale Kulturgüter nur eine reduzierte Mehrwertsteuer zu erheben, so dass diese ähnlich wie klassische (analoge) Inhalte und Kulturgüter behandelt werden.




Kommentar hinzufügen

Kommentar hinzufügen




Das könnte Sie auch interessieren