Montag 22. Jänner 2018, 20:52

Bildung & Kultur


Der Europäische Karlspreis für die Jugend

Der Europäische Karlspreis für die Jugend honoriert Projekte junger Menschen, die sich einer gemeinsamen Europäischen Identität widmen.

Der Europäische Karlspreis für die Jugend
Der Europäische Karlspreis für die Jugend
Bild: European Parliament
Die drei Gewinner des Preises für 2012 wurde in Aachen bekanntgegeben und von EP-Präsident Martin Schulz ausgezeichnet. Wir sprachen mit fünf ehemaligen Preisträgern über die Folgen der Ehrung.

Preisverleihung - und dann?

Ilona Kotolácsi Mikóczy (Ungarn) war mit ihrem Projekt "Students without Boundaries" im Jahr 2008 die erste Gewinnerin des Jugendkarlspreises. "Für mich haben sich ganz neue Türen geöffnet. Der angesehene Preis wurde zu unserem besten Referenzschreiben, um Dozenten auf Exkursionen einzuladen, Fördermittel zu beantragen und für unser Programm zu werben."

Auch für die Italienerin Chiara Palieri hat sich Karlspreis positiv ausgewirkt. Seit sie 2008 den Jugendkarlspreis für ihr Projekt "European Friendship Train - The Youth Festival of Cultures" erhalten hat, dreht sich ihr Leben um Jugendaktivismus und Jugendmobilisierung.

Auch für die Französin Marie Terrier ist das preisgekrönte Projekt zur Lebensaufgabe geworden. "Der Jugendkarlspreis hat mir und meiner Organisation Acthea klargemacht, dass unser Festival ein noch größeres Publikum erreichen könnte." Dank des Preises konnte Marie Terrier und ihre Mitstreiter das Netzwerk ihres Projekts "Festival Européen de Théâtre Universitaire d'Albi" deutlich ausbauen.

Ein Jahr später, 2010, belegte der Ire John Holtan mit seinem Projekt "You are Here" den zweiten Platz. Durch den Preis, sagt er, sei seine Organisation Broken Dimanche Press viel glaubwürdiger geworden. "Es zeigte den Menschen, dass wir ein europäisches Verlagshaus sind und nicht nur eine kleine Firma in Berlin."
Im vergangenen Jahr gewann schließlich Julian Walkowiak aus Österreich den Preis für sein Projekt "Ride for your Rights! It's time to (ex)change your life". "Zwei Momente haben mein Leben verändert. Der erste war, als unsere Webseite veröffentlicht wurde. Der zweite ein Anruf vom Europäischen Parlament, der mir mitteilte, dass ich nach Aachen gehen würde. Der Karlspreis verdeutlicht einmal mehr, dass der Europäische Gedanke lebt!"

Leben mit Europa - was machen die Gewinner heute

Marie Terrier hat Europa vorerst den Rücken gekehrt. Sie arbeitet in Indien im digitalen Marketing.
Ilona Kotolácsi Mikóczy hingegen zog es ins Herz der europäischen Politik. "Durch mein Projekt stand ich in Kontakt mit einigen Europäischen Abgeordneten. Vize-Präsident László Surján lud mich schließlich ein mit ihm im Europäischen Parlament zu arbeiten."

Chiara Palieri blieb ihrem Thema treu. Sie ist heute eine anerkannte Rednerin für Jugendthemen. Zwei Jahre lang organisierte sie auch die EU-Simulation in Straßburg.

Der Ire John Holton arbeitet weiterhin für seine Organisation Broken Dimanche Press. " 'You are Here', das Projekt, mit dem wir gewonnen haben, war unser erstes Buch. Seitdem haben wir fast ein Dutzend weitere veröffentlicht."

Auch Julian Walkowiak kümmert sich noch um das Projekt, für das er den Karlspreis erhalten hatte. "Die Idee "Ride for your Rights!" wurde sehr gut angenommen. Dieses Jahr organisieren wir das gleichzeitig in sieben Städten Europas."

Zukunftspläne - Tipps für große Ideen

"Der Karlspreis ist für jeden zu empfehlen, dessen Leidenschaft und Engagement auf ein sozial gerechtes und geeintes Europa zielen", erklärt Chiara Palieri überzeugt.

"Egal welche Ideen du hast, setz dich dafür ein!", ermutigt Julian Walkowiak. "Manchmal scheint eine Idee auf den ersten Blick bedeutungslos. Dann jedoch zieht soe die Aufmerksamkeit derjenigen auf sich, die dir helfen können, deine Idee zu realisieren."

Europäischer Karlspreis
 




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