Das Parlament fordert EU-Strategie im Kampf gegen Diabetes
Die EU benötigt eine eigene Strategie, um das Problem kontinuierlich steigender Diabetes-Rate anzugehen. Dies verlangen die Abgeordneten in einer Entschließung. Eine Strategie ist notwendig, um die Zusammenarbeit in der Forschung zu verbessern und sich noch mehr auf Vorbeugung und Frühdiagnostik zu konzentrieren. Mehr als 32 Mio. EU-Bürger leiden an Diabetes.

Bild: diabetes-union.de
Forschung finanzieren und koordinieren
EU-Parlamentarier verlangen eine kontinuierliche Finanzierung der Diabetes-Forschung durch Forschungsrahmenprogramme der EU. Von der Kommission fordern sie den Entwurf standardisierter Kriterien und Methoden zur Datenerfassung. Zudem müsse es mehr Forschungs-Anreize geben.
Vorbeugung und Frühdiagnostik
Der Erkrankung an Typ-2-Diabetes kann vorgebeugt werden. Richtlinien, die Konsum- und Essgewohnheiten und Umwelteinflüsse betreffen, sollen EU-Parlamentariern zufolge bei der Reduzierung von Risikofaktoren wie Übergewicht zur Anwendung kommen. Ferner appellieren sie an alle Mitgliedstaaten, Schulkinder zu gesunder Ernährung zu erziehen und für ausreichend Bewegung im Rahmen des Schulunterrichts zu sorgen. Häufig wird Diabetes zu spät diagnostiziert, was verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Deshalb wollen EU-Abgeordnete die Früherkennung zur Priorität nationaler Kampagnen zur Bekämpfung von Diabetes erklären.
Diabetes in der EU
Die in der Resolution zitierten Studien erwähnen:
• Zusätzlich zu den ungefähr 32 Mio. an Diabetes erkrankten EU-Bürgern weisen weitere 32 Mio. Bewohner von EU-Ländern eine eingeschränkte Glukose-Toleranz auf, die sich sehr leicht zu einem klinisch manifesten Diabetes entwickeln kann.
• Bis 2030 könnte die Zahl der an Diabetes erkrankten EU-Bürger um weitere 16,6% steigen; als Ursache gelten unter anderem das stets zunehmende Problem der Übergewichtigkeit und die Alterung der europäischen Bevölkerung.
• Bis zu 50% der an Diabetes leidenden Bürger sind sich ihrer Erkrankung nicht bewusst.
• Diabetes ist jährlich für 325.000 Todesfälle in der EU verantwortlich.
• Mehr als 10% der Gesundheitsausgaben werden in den meisten Mitgliedstaaten für Diabetes-Erkrankungen ausgegeben.


















Kommentar hinzufügen