Das Bankenvolksbegehren – ein Hilferuf nach Bildung?
In Oberösterreich ruft eine abstruse Mutbürgerpartei zu einem Banken-Volksbegehren auf. Unterstützt wird sie von „Human Way Österreich“, in dessen Vorstand der suspendierte WU Professor Franz Hörmann sitzt. Der Geld-Kritiker („2011 werden die Währungen verschwinden“) war über antisemitische Passagen seines Gründervaters Klaussners („Geldjudentum als Nomadentum“) gestolpert. Die Seite www.banken-in-die-schranken.org strotzt vor haarsträubenden Fehlern. Ist es das Produkt einer gescheiterten EU Bildungspolitik?

Bild: Gerd Altmann/pixelio.de
Gymnasium erzieht zu Kleinbürger-Mathematik
Informatiker Mannsberger unterliegt dem Grundirrtum vom Nullsummenspiel. Als Kind schon fragte er sich: "Wie kann das Geld auf der Sparkasse mehr werden?" Durch seine technische Ausbildung wäre ihm schnell klar geworden, dass unser derzeitiges Geldsystem allein schon aus mathematisch-physikalischen Gründen zusammenbrechen müsste.
Der Naturwissenschaftler bekam von unserem gymnasialen Bildungssystem (ohne jede Wirtschaftsausbildung) die Botschaft auf den Weg: „Die Energie in einem geschlossenen System immer gleich ist“. Für geschlossene Systeme richtig – nicht aber in der Wirtschaft: Kann denn die Wirtschaft ein Nullsummenspiel sein, wenn die Summe aller Güter seit der Antike milliardenfach explodiert ist? Und niemand irgendwo jetzt deshalb schlechter leben muss – eher im Gegenteil? Die Ökonomie ist ein System, das neue Werte ganz aus sich heraus schafft. Wie das die Natur mit Humus kann.
Blanker Unsinn: In Produkt stecken 25% für Zinsen
Die Unternehmen wären heute derartig verschuldet, dass 25% eines Warenpreises bereits Zinslasten wären.
Wer in seinem Leben eine Gewinn- und Verlustrechnung zu lesen gelernt hatte, wird bemerken, dass es bei den meisten Firmen eher 2 bis 3% sind. Bei der VÖEST Alpine sind es genau genommen 2,63%. Und selbst die am höchsten verschuldete Branche Österreichs, die Hotellerie, gibt bloß 5-6% ihres Umsatzes für Zinsen aus (ÖHT 2012).
Die Argumentation der „Zins-Experten“: Nicht nur ein Produkt selber werde von Banken finanziert (sagen wir mit 5% Zinsen pro Jahr), sondern auch die vorgelagerten Produktionsstufen. Bei 5 Zulieferern komme man dann auf unglaubliche 25% Zinsen. Was alleine volkswirtschaftlich schon falsch ist, sind doch die Zinsen des einen Betriebes immer nur dessen eigener erzeugter Wertschöpfung (Erlöse minus Wareneinkauf) zurechenbar.
Auch betriebswirtschaftlich ist nichts davon richtig: Weder haben Banken den gesamten Verkaufspreis eines Produktes vorfinanziert, noch für jeweils ein ganzes Jahr. Wird ein VW-Golf um 10.000 Euro an den Handel verkauft, dann hat der Konzern tatsächlich 50%, also 5.000 Euro, an Vorleistungen und Rohstoffe bezogen. Aber er war das Geld nur 4 Wochen schuldig, weil der Zulieferer „just-in-time“ geliefert hatte. Damit schrumpfen die 5%-Jahreszinsen für 5.000 Euro auf wenig Furcht einflößende 0,38% (5% : 52 Wochen x 4 Wochen). Am Verkaufspreis von 10.000 machen sie überhaupt nur 0,19% aus.
Nehmen wir an, die 5.000 Euro stammten von nur einem Zulieferer. Auch dieser hätte wiederum 50% davon für 8 Wochen (!) vorfinanzieren müssen. Man käme auf 0,77% Zinsen. Würde man die Zinsen des Zulieferers (unzulässigerweise) dem Endprodukt des Fabrikanten zurechnen, man müsste diese ohnedies nur mit 0,19% belasten. Wer hier 25% Zinsbelastung errechnen kann, muss Philosoph oder Mathematiker (vom Bankenvolksbegehren?) sein.
Vom echten Leben widerlegt
Staatsschulden, so weiß man beim Bankenvolksbegehren von Herrn Gotthalmseder, könnten niemals zurückgezahlt werden und sollten das aus Sicht der Systembetreiber auch gar nicht. Der Zweck dieser Schulden wären die Zinsen, für die die Steuerzahler immer mehr arbeiten müssten und durch die das Volk ausgeplündert würde.
Dieser Verschwörungstheorie stehen allerdings gewichtige Fakten gegenüber: Schweden hat seine Verschuldung von 72% (1994) auf 38% (2011) reduziert – zu Deutsch: man hat Schulden zurückbezahlt. Dabei hat die Jahresarbeitszeit der Schweden weiter abgenommen, die Wirtschaftsleitung munterzugenommen – genauso wie die Lebenserwartung. Die Schweiz hat ihre Verschuldung übrigens in nur 8 Jahren von über 57% auf 37% verringert. Im betreffenden Zeitraum sind die Haushaltseinkommen der Schweizer weiter angewachsen.
Wer hat Angst vor'm Zinseszinseffekt?
Wenn Kapitalismuskritiker beweisen wollen, dass das inkriminierte System nachhaltig ja gar nicht bestehen könne, dann führt man das gern auf den Zinseszinseffekt zurück. Schließlich könne es exponentielles Wachstum ja gar nicht geben. Gibt es ja auch nicht. Denn in einem Zeitraum von 2.000 Jahren hat es nur eine Handvoll Jahre gegeben, in denen die Verzinsung von Sparvermögen über der Inflationsrate gelegen hatte. Von Christi Geburt an bis ins 16. Jahrhundert war das Welt-BIP über viele Hundert Jahre sogar gesunken.
Japans Kapitalisten kassieren schon seit Jahrzehnten beängstigende 0,05% an Sparbuchzinsen. Und eine aktuelle IWF-Studie beweist: In der Hälfte der Zeit zwischen 1945 und 1980 war die Realverzinsung amerikanischer und englischer Staatsanleihen sogar negativ, die Verzinsung also niedriger als die Inflationsrate. Dass einige weniger Reiche über den arbeitslosen Verleih von Kapital und den Verleih der daraus erwirtschafteten Zinsen (=Zinseszinseffekt“) immer reicher werden würden, kann getrost ins Reich der Träume verwiesen werden.
Der Zins sei ein „Tumor, der dem sozialen Organismus die Lebenskräfte entzieht“, so der deutsche Zinskritiker Bernd Senf. Selbstredend findet sich auch Senf im illustren Kreis der Zinsen-Gegner, die Diktion längst vergangener Tage stört hier niemanden. Auf bunten Bildchen „beweist“ man, dass der gesamten Geldmenge (100) ein gleich großer Schuldenberg (100) gegenüberstünde. Weil jetzt aber noch die Zinsschulden (+5) dazukämen, würden Guthaben von 100 nun Schulden von 105 gegenüberstehen. Und so müssten die armen Menschen immer neue Kredite (für die Zinsen) aufnehmen und wären durch die Kapitalisten so zu immer noch mehr Arbeit bei immer noch stärker sinkenden Einkommen (wegen der Zinszahlungen) gezwungen.
Europa braucht „Aufklärung NEU"
Dabei wäre das Missverständnis eigentlich ruckzuck erklärt: Herr Maier gründet eine Limonadenfirma. Er nimmt 100.000 Euro Kredit auf, produziert damit 1,000.000 Euro Limo. Nach Kosten von 950.000 Euro und Zinszahlungen von 5% verbleibt ein Gewinn von 45.000.
Wie kam die Bank in die Lage, Herrn Maier 100.000 Euro zu leihen? 8% nahm man vom eigenen Geld, 42% von den Spareinlagen Anderer. 20% lieh man sich von anderen Banken – und 30% wurden tatsächlich von der Zentralbank geborgt und damit neu geschöpft. Und nur diese 30.000 ließen die Geldmenge steigen.
Den 30.000 Euro neuen Geldes werden eines Tages Rückflüsse aus Kredittilgungen in Höhe von 100.000 gegenüberstehen. Dass die Zinszahlungen von 5.000 Euro dabei zu neuen Schulden bei Herrn Maier führen mussten, kann daraus wohl nicht abgeleitet werden.
Dabei haben die „Zins-Verschwörungs-Aufdecker“ in der Hitze des Gefechtes ohnedies einige Details übersehen:
• Die Jahresarbeitszeit ist in Europa seit Einführung des modernen Zentralbankensystems vor etwa 200 Jahre kontinuierlich gesunken (von immer mehr Arbeit also keine Spur).
• Die Haushaltseinkommen der Österreicher sind die höchsten in ihrer Geschichte, alleine von 2000 bis 2011 sind sie um über 15% angewachsen.
• Noch nie haben Europas Privathaushalte und Unternehmen weniger für Zinsen ausgegeben als heutzutage (von wegen „steigende Zinslasten“).
• Die Kluft zwischen Arm und Reich, die im so genannten Gini-Koeffizienten gemessen wird, ist in Österreich in den letzten 10 Jahren sogar zusammengegangen.
• Nicht Banken streifen die Milliarden der Geldschöpfung ein, sondern der Staat. Er nimmt von den Bankgewinnen 25% KÖSt und 25% KESt.
• Und nicht Banken oder Reichen besitzen Hotels und Einkaufscenter – es sind normale Bürger „So wie Du und Ich“ - deren Riester-Rente derart angelegt wurde.
Was Europa braucht, ist ein radikaler Schwenk in seiner Bildungspolitik. Wenn ein Kontinent darauf verzichtet, seine Bürger wirtschaftspolitisch aufzuklären, darf er sich nicht wundern, wenn lange als ausgestorbene geglaubte Verschwörungstheorien wieder an die trübe Oberfläche kommen. Ob Österreich die Neue Mittelschulen oder alte Gymnasien braucht, ist nicht von Bedeutung. Einzig, ob die Jugend das System versteht, ist Messzahl für die Bildungspolitik.


















~Badhofer
Laut Herrn Hörl werden Zinsen durch Umlaufgeschwindigkeit erzeug
Sehr geehrter Herr Hr. Hörl
Nachdem ich zur bildungsfernen Schicht gehöre, würde ich sie bitten, mir eine Frage zu beantworten bezüglich ihrer Behauptung: „Zinsen werden durch die Umlaufgeschwindigkeit erzeugt“
Nehmen wir an, auf einer einsamen Insel befinden sich 100 Personen. Um ihren Tauschhandel zu verbessern, beschließen sie, sich vom fernen Festland 100 Geldscheine auszuborgen. Sie erhalten auch diese Geldscheine mit der Auflage, dass sie nach einem Jahr 101 Geldscheine zurückgeben müssen. Sie bringen nun auf ihrer Insel diese Geldscheine im Umlauf. Sagen wir mal, 30 mal haben sich die 100 Geldscheine im Kreise gedreht. Nach einem Jahr müssen sie nun 101 Geldscheine wieder zurückgeben. Wo nehmen sie nun den hunderteinten Geldschein her? Von der Umlaufgeschwindigkeit?
Wenn ich den Franz Hörmann richtig verstanden habe, können die Inselbewohner 101 Geldscheine nur dann zurückzahlen, wenn sie sich für das nächste Jahr 101 Geldscheine borgen, um dann wiederum ein Jahr später 102 Geldscheine zurückgeben zu müssen. Und genau das sagen sie, ist aufgrund dessen, dass sich die Geldscheine 30 mal im Kreis gedreht haben, nicht notwendig. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
Als Mitglied der gebildeten Schichte fällt es ihnen sicher nicht schwer, mir diese Frage zu beantworten.
~Anonymous
Zinsen durch
Zinsen durch Umlaufgeschwindigkeit erzeugen eine Interessante Theorie. Dann müsste auch der Handel bei einer Lagerdrehung von 3 oder 4 neue Waren erzeugen. Aus dem nichts.
~Andreas Unger
Das Bankenvolksbegehren – ein Hilferuf nach Bildung?
Sehr geehrter Herr Hörl,
wenn Sie schon von einem Hilferuf nach Bildung sprechen, dann sollten Sie auch bereit sein, an Ihrer eigenen wirtschaftswissenschaftlichen Bildung arbeiten.
Banken geben die Einlagen eben nicht als Kredit weiter (sofern ein Einleger nicht bar eingezahlt hat ist mir schleierhaft wie Sie das buchhalterisch umsetzen wollen). Falls Ihnen die Deutsche Bundesbank nicht zu esoterisch oder zu rechts ist, können Sie hier auf den Seiten 67 bis 75 nachlesen, wie Kreditvergaben mit Giralgeldschöpfung tatsächlich funktionieren:
http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch...
Der Herr Bofinger (auch nicht als Esoteriker bekannt) erklärt es in der Zeit:
http://www.zeit.de/2010/26/Geldschoepfung-Kredit
Da wäre dann auch noch der IWF, der folgendes, dem Geldsystem kritisch gegenüber stehendes, Papier auf seiner Seite publizieren lässt:
http://www.imf.org/external/pubs/ft/wp/2012/wp12202.pdf
Dirk Müller sieht die Sache so: http://www.youtube.com/watch?v=WTW49tr-mNE
Von Prof. Bernd Senf hab ich schon viel gehört und gelesen, allerdings nie die "Diktion vergangener Tage", dafür aber weit Gehaltvolleres als die Milchmädchenrechnung in Ihrem Artikel. Wer sich über Prof. Senf ein Bild machen möchte, hier eine Vortragsreihen von ihm:
Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=r9vAJjqRs6A&feature=youtu.be
Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=fdSKFzJWzWM
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=U5hXa1MYGOg&feature=youtu.be
Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=qgSntQ9CjnA&feature=youtu.be
Teil 4: http://www.youtube.com/watch?v=2WgKpSyS8x8&feature=youtu.be
Teil 5: http://youtu.be/sO3YUh3ypFA
Teil 6: http://www.youtube.com/watch?v=rAmBJj9RbwU&feature=youtu.be
Teil 7: http://www.youtube.com/watch?v=JV8rpFK9FdI&feature=youtu.be
Bzgl. Zinslasten in den Preisen hab ich auch schon selbst versucht diese zu berechnen - bin auf 30% gekommen(ist schwierig da an entsprechend aufbereitete Daten kaum heran zu kommen ist). Dies hab ich in einer kleinen Arbeit an der Uni getan (diese Esoterik wurde positiv benotet): https://docs.google.com/file/d/0B1TSU9ywpciuMmYxYTYwMDMtZDQ4Ni00YjRhLWEw...
Mit Freundlichen Grüßen
Mag. Andreas Unger
~Franz Hörmann
Kurze Zusammenfassung der Entgegnungsargumente
Lieber Hr. Hörl,
der "Herr Maier" in Ihrem obigen Beispiel produziert tatsächlich "1.000.000,- Euro Limo"?? Wie macht er das denn? Druckt er Euro-Scheine, auf denen "Euro Limo" steht und die dann als gesetzliche Zahlungsmittel verwendbar sind? Nein - er produziert zunächst nur LIMONADE. Dass er die dann in der Bilanz (wie auch immer!) bewertet, ist sein Privatvergnügen und damit kann er sich auch nichts kaufen. Selbst die Banken werden ihm für dieses bewertete Lager heute kaum noch Kredite vergeben! Erst, wenn ein Kunde, der tatsächlich liquid ist, ihm seine LIMONADE abkauft (und zwar mit verzinsten Schuldscheinen eines Geldschöpfungsmonopolisten, also einer privaten Geschäftsbank), hat er wirklich "Geld" in der Tasche. Sie verwechseln hier Bilanzwerte, Gewinne (Differenz zwischen Aufwand und Ertrag) und Liquidität. Ich stimme Ihnen zu: Wir benötigen DRINGEND eine bessere Bildung!
Hier auch noch die Erklärung für das NULLSUMMENSPIEL in unserer monetären Wirtschaft: die doppelte Buchhaltung! Von der haben Sie doch sicher schon einmal gehört (http://de.wikipedia.org/wiki/Buchf%C3%BChrung)? JEDER Geldbetrag wird hier zweimal erfasst - vereinfacht gesagt einmal als Zugang, wo anders als Abgang. Da eben ALLE unsere Geschäfte so verbucht und aufgezeichnet werden (quer durch die gesamte Volkswirtschaft, sonst gäbe es ja auch keine volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, die kennen Sie doch vielleicht auch, oder? http://de.wikipedia.org/wiki/Volkswirtschaftliche_Gesamtrechnung), ist die monetäre Wirtschaft IN JEDEM FALL ein NULLSUMMENSPIEL! Natürlich nicht zwingend, ... sie wurde durch die doppelte Buchhaltung so KONSTRUIERT. Wenn wir diese Buchungstechnik ändern, können wir uns sogar jederzeit daraus befreien und tatsächlich in ein PLUSSUMMENSPIEL umsteigen, genau jenes, von dem Sie annehmen wir würden schon darin leben. Dieses System und diesen Prozess habe ich in meinem Manuskript zum "Informationsgeld" beschrieben (http://www.franzhoermann.com/downloads/informationsgeld.pdf).
Damit Sie die wahren Defizite des bestehenden Geldsystems endlich besser verstehen, und so etwas für Ihre Bildung tun, können, empfehle ich Ihnen DRINGEND die Lektüre der Website des ehemaligen Zentralbankers Bernard Lietaer, der nun ja auch den Club of Rome von diesen katastrophalen, weil eben im untragbaren Bildungssystem VERSCHWIEGENEN, Zusammenhängen informiert hat: http://www.money-sustainability.net/ Ob es sich bei der Unterschlagung dieses Wissens nun historisch um Vorsatz (also in der Tat eine "Verschwörung") oder schlicht um Unfähigkeit und Inkompetenz handelte macht, meiner Meinung nach, keinen Unterschied - die Information der Bevölkerung sowie der Volksvertreter ist wichtiger!
Mit herzlichen Grüßen
Franz Hörmann
~Reinhard Gaida
Schulden
Es wird hoffentlich nicht mehr lange dauern, bis jedem klar ist, das Wachstum nicht die Lösung ist. Wo wollen wir den wirtschaftlich hinwachsen um die Zinsen zurück zahlen zu können. Und was ist mit Menschen oder Ländern, die bei dem Wundermittel Wachstum nicht mit können. Für mich ist das wirtschaftliche Wachstum vielmerh der Grund für unsere Selbstzerstörung.
Ich will nicht wachsen, ich will leben.
~Martin Titz
Schweden hat seine Verschuldung von 72% (1994) auf 38% (2011)
Was bringt es einen staat zu nennen? Einzelne teilnehmer können immer streuen, ich würde sogar behaupten das ~10% der staaten in der Lage wären ihre schulden aus der Brieftasche ihrer Bürger komplett abzubezahlen... Aber eben nicht alle.
Die frage ist doch nur wieso die summierte Staatsverschuldung aller staaten negativ ist, exorbiatant negativ... Wenn alle auf der Erde verschuldet sind fragt man sich doch: bei wem eigentlich?
_
http://www.spiegel.de/flash/flash-26720.html
_
Es gibt immer gleich viel Guthaben wie Schulden (je ne, is klar), aber die GELDMENGE im Umlauf ist immer um alle Zinsforderungen geringer da bei der Geldschöpfung nur Geld für den Kredit, nicht aber für die Zinsen erzeugt wird. Würden wir alles geld der Erde benutzen um alle Schulden zurückzuzahlen wär am ende kein Geld mehr da, aber schulden übrig
_
Wenn geld für Zinsen nie erzeugt wird muss letztendlich immer jemand im system alles verlieren und sich verschulden falls die anderen ihre schulden zahlen wollten - und diese schuld landet dann letztendlich beim staat.
_
-ich lasse mich aber immer gern mit guten argumenten belehren, ich kann auch nur das wiederholen was ich glaube verstanden zu haben
~Roland Fritz Beek
die andere frage ist: auf
die andere frage ist: auf welche kosten anderer hat schweden oder die schweiz ihre schulden reduziert?
zur behauptung: es gibt immer gleich viel guthaben wie schulden. eben nicht, die mindesreserveregelung lässt die schulden wachsen und die guthaben sinken. mit wenig guthaben kann die bank viele kredite vergeben. :-) broschüre der deutschen bundesbank kapitel 3.5 mindestreserve: http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch...
~Martin Titz
Schweden hat seine Verschuldung von 72% (1994) auf 38% (2011)
Was bringt es einen staat zu nennen? Einzelne teilnehmer können immer streuen, ich würde sogar behaupten das ~10% der staaten in der Lage wären ihre schulden aus der Brieftasche ihrer Bürger komplett abzubezahlen... Aber eben nicht alle.
Die frage ist doch nur wieso die summierte Staatsverschuldung aller staaten negativ ist, exorbiatant negativ... Wenn alle auf der Erde verschuldet sind fragt man sich doch: bei wem eigentlich?
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http://www.spiegel.de/flash/flash-26720.html
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Es gibt immer gleich viel Guthaben wie Schulden (je ne, is klar), aber die GELDMENGE im Umlauf ist immer um alle Zinsforderungen geringer da bei der Geldschöpfung nur Geld für den Kredit, nicht aber für die Zinsen erzeugt wird. Würden wir alles geld der Erde benutzen um alle Schulden zurückzuzahlen wär am ende kein Geld mehr da, aber schulden übrig
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Wenn geld für Zinsen nie erzeugt wird muss letztendlich immer jemand im system alles verlieren und sich verschulden falls die anderen ihre schulden zahlen wollten - und diese schuld landet dann letztendlich beim staat.
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-ich lasse mich aber immer gern mit guten argumenten belehren, ich kann auch nur das wiederholen was ich glaube verstanden zu haben
~Anonymous
ein wirklich schöner
ein wirklich schöner neoliberaler aufklärungsartikel, ganz im sinne des erfinders.
der Herr MMagister könnte sich auch mal damit gefassen: http://www.youtube.com/watch?v=bddI33ly9No
~Franz Hörmann
Wer braucht hier die Aufklärung (Bildung)?
S.g. Damen und Herren,
entgegen Ihrer Behauptung werden diese Aussagen nicht von der (von Ihnen falsch geschriebenen) Mutbürgerpartei (http://www.mutbuergerpartei.at) erhoben und auch nicht von "Human Way" (http://www.human-way.at).
Diese Aussagen erheben weltweit Dutzende von Wirtschaftswissenschaftlern, darunter auch ehemalige Banker und zwar in mehreren Ländern, so etwa in der Schweiz: http://vollgeld.ch , in Deutschland: http://www.monetative.de aber auch in Großbritannien: http://www.positivemoney.org.uk.
Die dort publizierten Materialien sind übrigens bestens geeignet, Ihre hier zu Tage tretende Bildungslücke zu schließen:
Wirtschaftswachstum ist zunächst nämlich immer nur eine MENGENGRÖßE, d.h. ein Unternehmen fertigt z.B. um 10% mehr Produkte (in STÜCK) als im Vorjahr. Wer immer diese jemals gegen GELD kaufen will, ist ja in unserem System des verzinsten Schuldgeldes GEZWUNGEN sich dieses Geld wieder von einer Bank (Geldschöpfungsmonopol) als verzinster Schuldschein anfertigen zu lassen, pardon zu "leihen". Wie man aber mit verzinsten Schuldscheinen dann jemals durch Mengenwachstum die Schulden + Zinsen zurückzahlen können soll, darauf sind sie die Antwort im obigen Artikel nach wie vor "schuldig" geblieben.
Merke: Mengenwachstum ist eben KEIN Wachstum an Zahlungsmitteln, letztere sind heute NUR verzinste Schuldscheine. Durch steigerung der ProduktionsMENGE können daher MONETÄRE Schulden auch nicht getilgt werden, da für den Erwerb der Produkte selbst wieder verzinste Schuldscheine ("Geld") benötigt werden. Durch die Herstellung dieser steigt jedoch abermals die Gesamtschuld.
Ich hoffe, damit dieses schon allzu oft gehörte Missverständnis endgültig aus der Welt geschafft zu haben.
Mit herzlichen Grüßen
Franz Hörmann
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