CELAC-EU-Gipfel endete mit Appell zur Kooperation
Mit der Verabschiedung des gemeinsamen Strategiepapiers und einem Appell zur Kooperation bei der Überwindung der europäischen Finanzkrise ist in Santiago de Chile am Sonntag der Gipfel der EU mit der Gemeinschaft der Staaten Lateinamerikas und der Karibik (CELAC) abgeschlossen worden. Bundeskanzler Faymann führte am zweiten Gipfeltag vor allem bilaterale Gespräche.
"Wenn die eine Hälfte der Welt in einer Rezession lebt, kann die andere Hälfte kein anhaltendes Wachstum erreichen", sagte Chiles Präsident Sebastian Pinera zum Abschluss. Beim Thema Finanzkrise seien die Partner aus Lateinamerika aber mittlerweile wieder gelassener, vermittelte Faymann danach seine Gipfeleindrücke. Noch vor einem Jahr seien die entsprechenden Nachfragen viel besorgter und intensiver gewesen, so der Bundeskanzler. "Mittlerweile haben sie den Eindruck, dass Europa die Situation in den Griff bekommen hat."
Die deutsche Regierungschefin Merkel sagte diesbezüglich laut Nachrichtenagentur dpa: "Das Allerwichtigste für die Länder hier ist, dass sie den Eindruck haben, dass wir als Euroraum die Krise gemeinsam überwinden und nicht einzelne Länder hängenlassen." Kein Kontinent stehe Europa so nah wie Lateinamerika, formulierte EU-Ratspräsident Van Rompuy zum Ende des Treffens. "In der heutigen Welt machen die gemeinsamen Werte den Unterschied". EU-Kommissionspräsident Barroso sprach von einer "Schicksals-Gemeinschaft".
Gastgeber Pinera bekräftigte seine Ansicht, dass die EU und Lateinamerika sich zu Partnern "auf Augenhöhe" entwickeln würden. Er untermauerte dies mit Zahlen: Den 460 Milliarden Dollar (340 Milliarden Euro) EU-Investitionen des vergangenen Jahrzehnts in Lateinamerika und der Karibik stünden bereits 117 Milliarden Dollar (87 Milliarden Euro) entgegen, die aus der Region in die EU-Länder geflossen seien.
Die Schlussresolution des Gipfels enthält zudem auch eine Botschaft an die abwesenden USA. Laut lateinamerikanischen Medienberichten kritisierten die rund 60 Staats- und Regierungschefs der EU gemeinsam mit den Staaten Lateinamerikas und der Karibik, das Wirtschaftsembargo der USA gegenüber Kuba.


















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