„Caritas AG“: Das Spiel mit der geschürten Abstiegsangst
Wenn Caritas-Präsident Franz Küberl von hungernden und frierenden „Massen“ – in Österreich! - spricht, dann ist das für ihn kühl kalkuliertes Marketing. Je mehr er die Österreicher in soziale Abstiegsangst versetzen kann, desto besser läuft sein Geschäft mit der (Nächsten-) Liebe. Seit über 150 Jahren funktioniert dieses politische Instrument mit der Armut schon – der einzige Haken: Es schürt Wut und Zorn der getäuschten Massen und destabilisiert damit die Gesellschaft. Aber Hauptsache, der „Sozial-Konzern“ der „Caritas AG“ kann ein paar Milliönchen mehr Profit und Macht für sich lukrieren.
Auf der Suche nach den Armen
Kaum eine Bevölkerung ist wirtschaftlich so „dumm gehalten“ wie die Österreicher und deshalb glauben sie an die (zu Zeiten des Alten Testaments sehr wohl noch gültige) „Prämisse des Nullsummenspiels“: „Die Summe allen Wohlstands ist immer eins“. Hat der eine mehr, muss er es wohl dem Ärmeren gestohlen haben. Für 4.000 Jahre ohne Wirtschaftswachstum traf dies ja auch zu, mit der Industrialisierung ist aber alleine die geldliche Kaufkraft westeuropäischer Arbeiter bis heute um über 1.000% gestiegen – ohne dass dafür irgendwer hätte ärmer werden müssen.
Je reicher unsere (ungebildete) Gesellschaft also täglich wird, desto größer wird für viele Menschen subjektiv die Ungerechtigkeit. Denn in der Philosophie des Nullsummenspiels ist die Summe allen Weltvermögens schon seit der Steinzeit immer 1 und so müsste der jährlich steigende Wohlstand auch zu entsprechend mehr an Armen führen.
Doch finden die sich nicht so leicht. Also schraubt man an den Zahlen: 12% der Österreicher wären armutsgefährdet – doch erreicht man diese Zahl nur dann, wenn man auch vierköpfige Familien mit 2.000 Euro netto monatlich miteinbezieht. Findet man trotzdem nicht genug Bedauernswerte, spricht man trotzig von „verdeckter“ oder gar „versteckter Armut“. So einer, die keiner sieht – und die es für 96 Prozent der Österreicher auch nicht gibt.
Die Armut sinkt (für Österreicher) schon seit Jahren
12% der Österreicher sollen also von Armut bedroht sein, manifest arm wären aber schon nur mehr 6%. Zieht man von den 6% Armen allerdings die mit Migrationshintergrund ab, bleiben maximal 4% an armen Österreichern über. 96% sind es aber nicht! Die Armutsdebatte, die ein linker Mainstream medial permanent am Köcheln hält, lässt die 4% aber subjektiv als Massenphänomen erscheinen.
Dabei braucht Europa Zuwanderung dringender denn je – jede Generation halbiert sich mittlerweile. Es war aber der linke Mainstream, der sich über Jahrzehnte hinweg einer Steuerung der Zuwanderung nach Kriterien wie Ausbildung oder Nachfrage aus „humanitären Gründen“ widersetzte. So wanderten 100.000ende blauäugig nach Österreich – direkt in die Armenstatistik der Caritas. Nun sind die Armen da und wieder lässt sich aus ihnen „soziales Kapital“ herausschlagen.
Dabei wäre es ja nicht einmal problematisch, wenn Einwanderer aufgrund schlechter Ausbildung oder Sprachkenntnisse hier in Armut leben würden. Den meisten ginge es beträchtlich besser als im Herkunftsland. Wenn deren Anwesenheit aber nur für zynische Politik missbraucht wird, dann muss Einwanderung künftig an strenge Kriterien geknüpft werden („Österreich-Card“).
Eine Gesellschaft darf nicht zum Wutbürgertum aufgestachelt werden. Denn die Ziele von Armuts-Politikern sind beinhart kalkuliert: Wem man dem Bürger tagtäglich vor Augen führt, wie nahe er schon am sozialen Abgrund steht, dann wird er am Sonntag eher vermeintlich „faire“ und „gerechte“ Parteien wählen. Dass auf diesen Wagen aber auch solche Kräfte aufspringen, die die Verkommenheit des kapitalistischen Systems erkannt haben wollen, ist bereits geschehen und es wird in Zukunft noch viel stärker geschehen. Ein Kontinent mit einer (jüngeren) Vergangenheit wie der Europas braucht jedoch keine Destabilisierung mehr.
Mythos „Sinkende Massenkaufkraft“

Bild: MMag. M. Hörl
Ist das denn alles nichts? Natürlich könnte man es auch anders formulieren: Würde man die Konsumgüter von anno dazumal auch heute noch produzieren, man würde über die Kaufkraft staunen. Einen Ier Golf von 1974 könnte man in Rumänien heute sicherlich für 2.000 Euro produzieren, ein deutscher Arbeiter könnte ihn mit 1 bis 2 Monatslöhnen erwerben, 1974 war es noch ein Jahresgehalt. Einen Commodore-Computer von 1982 würde heute eine vietnamesische Hinterhof-Fabrik für 20 Euro produzieren – für 2 Stunden deutsche Arbeit heute. Damals musste man noch 1.500 DM auf den Tresen legen. Mehr als ein Monatsgehalt –oder 200 Stunden. Die reale Kaufkraft eines Arbeiters ist in 30 Jahren somit um fast 10.000 Prozent gestiegen. Oder um mehr als 15% jährlich.
Österreich darf nicht sitzen bleiben
Wenn unser Kontinent nicht schleunigst dafür sorgt, dass die Mehrheit unserer Bürger während Schule oder Uni mit Betriebswirtschaft in Kontakt kommt, dann wird Europa nicht zum globalen Wachstums- oder Wohlstandsmotor werden. Dann haben wir die fetten Zeiten bereits hinter uns. Wachstum kann es nur mit optimistischen und selbstbewussten Menschen geben. Eingeschüchterte hingegen destabilisieren unsere Gesellschaft und geben rückwärtsgewandten Ideen neuen unverdienten Auftrieb.


















~Dr. Schmidt
etwas einseitig
etwas einseitig - die Arbeiterkammer macht genau das gleiche, und da sagt keiner was. Lesen Sie einmal, was Frau Rudas sagt, oder wie der ÖGB mit den Armen Politik macht! Die Caritas übernimmt Aufgaben, für die sich viele zu schade sind! Auch für viele Österreicher.
~Laura Steinbichler
CARITAS bedeutet nicht KIRCHE!
Für mich ist die Caritas NICHT die Kirche!!! Auch mir geht die Bigotterie der Caritas auf die Nerven. Die Kirche vertritt auch noch andere Werte wie Nächstenliebe und die Sorge um die Anderen. Und sie vertritt Gott auf Erden!
Vielen Dank für den gelungenen Artikel! Ich bin ein grosser Fan von Ihnen!
~Harald Moser
Endlich einmal jemand, der die Heuchelei beim Namen nennt
seit jahren müssen wir uns von unseren Medien täglich sagen lassen, wie arm und schlecht es der Mehrheit bei uns geht. Und dass die Massen bei uns hungern. Dass das alles politische Gründe hat, ist für mich jetzt sonnenklar!
Kommentar hinzufügen