Bessere Transportbedingungen für Tiere, schärfere Strafen bei Verstößen
Immer mehr Tiere in der EU werden unter Missachtung der geltenden Vorschriften transportiert. Deshalb müssen bestehende Regeln besser durchgesetzt, Kontrollen vermehrt und schärfere Strafen bei Verstößen eingeführt werden, fordert das Parlament in einer Entschließung. Zur Vermeidung übermäßig langer Fahrten zum Schlachthof sollte die EU die Nutzung lokaler Schlachthöfe unterstützen und eine Höchsttransportdauer von acht Stunden erwägen.

Bild: Bärbel selbst/PIXELIO/©www.pixelio.de
Die Anzahl der in der EU transportierten Tiere ist zwischen 2005 und 2009 deutlich angestiegen, beispielsweise um 70 % bei Schweinen. Ein Drittel dieser Transporte dauerte acht Stunden oder länger.
Mehr Kontrollen und schärfere Strafen
Um den andauernden Tierschutzproblemen beim Transport entgegenzuwirken, sollten die bestehenden Gemeinschaftsvorschriften wirksam und einheitlich durchgesetzt werden, fordern die Abgeordneten. Sie verlangen mehr Vor-Ort-Kontrollen, und dass die in den einzelnen Mitgliedstaaten vorgesehenen Sanktionen für Verstöße in der gesamten EU harmonisiert und abschreckender gestaltet werden sollten.
Acht-Stunden-Limit für den Transport nicht ausreichend
Maßnahmen zur Begrenzung der Transportzeit für Schlachttiere auf acht Stunden sollten geprüft werden. Allerdings müssten Ausnahmen wegen geografischer Bedingungen oder nach Bestätigung durch wissenschaftliche Untersuchungen möglich sein, so der Text der Resolution.
Die Abgeordneten erkennen jedoch an, dass eine Höchsttransportdauer von acht Stunden alleine nicht ausreicht, um den Tierschutz zu verbessern, da das Wohlergehen von Tieren beim Transport zum Teil mehr von der Fahrzeugausstattung und dem richtigen Umgang mit ihnen abhängt.
Deshalb besteht das Parlament auf einer Verbesserung der Transportbedingungen auf der Grundlage wissenschaftlicher Methoden, auch beim Raumangebot und bei der Versorgung mit Wasser.
Unterstützung für lokale Schlachthöfe
Um Transporte über unnötig große Entfernungen zu vermeiden, sollte die EU darauf abzielen, die Schaffung kurzer, transparenter Versorgungsketten zu unterstützen und Maßnahmen zu ergreifen, um den Rückgang der Zahl kleiner lokaler Schlachthöfe aufzuhalten und die Verarbeitung vor Ort zu fördern, verlangen die Abgeordneten.


















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