Sonntag 19. Mai 2013, 02:45

Umwelt & Agrar

Berlakovich: EU muss Neuabgrenzung der Sonstigen benachteiligten Gebiete praxisgerechter gestalten

Kampfbetont gibt sich Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich beim EU-Agrarministerrat in Brüssel. Nach einem Vorschlag der EU-Kommission soll bei den sogenannten „Sonstigen Benachteiligten Gebieten“ eine Neuabgrenzung durchgeführt werden.

Berlakovich: Neuabgrenzung der Sonstigen benachteiligten Gebiete muss praxisgerechter gestaltet werden
Berlakovich: Neuabgrenzung der Sonstigen benachteiligten Gebiete muss praxisgerechter gestaltet werden
Bild: robstr1967/flickr.com
Österreich hat aufgrund der natürlichen topographischen Benachteiligungen etwa sieben Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in solchen Gebieten. Drei Viertel dieser Flächen sollen nun nach dem Kommissionsvorschlag wegfallen. Berlakovich dazu: „Das nehmen wir natürlich nicht hin. Wir haben wiederholt Vorschläge für breitere Abgrenzungskriterien, etwa ein Indexsystem, und auch eine Verringerung des Schwellenwerts für die Abgrenzbarkeit eingebracht. Darüber hinaus setze ich mich auch für lange Übergangsfristen ein.“

Herzstück der österreichischen Agrarpolitik

Berlakovich hat dafür Mitstreiter gesucht und gefunden: Es handelt sich bei den Sonstigen Benachteiligten Gebieten um einen sehr sensiblen Bereich. Darum habe ich mich gemeinsam mit Deutschland, Luxemburg und dem EU-Parlament für eine Verschiebung der Neuabgrenzung eingesetzt. Die Ländliche Entwicklung ist mit dem Agrarumweltprogramm und der Ausgleichzulage für Benachteiligte Gebiete das Herzstück der österreichischen Agrarpolitik.

 


 




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