Freitag 24. Oktober 2014, 09:00

Tourismus & Freizeit

Attraktive Arbeitgeber im Tourismus - Zufriedene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind ein Schlüssel zum Erfolg

Das Interregprojekt „ProFiT – Pro Familie im Tourismus“ unterstützt Betriebe aus Kärnten, Salzburg, Tirol und Südtirol in Sachen Mitarbeiterorientierung als Strategie gegen den Fachkräftemangel.

Das Interregprojekt „ProFiT – Pro Familie im Tourismus“ unterstützt Betriebe.
Das Interregprojekt „ProFiT – Pro Familie im Tourismus“ unterstützt Betriebe.
Bild: www.tourismus-profit.eu/© istockphoto.com
Freundliche und gut geschulte Fachkräfte garantieren ein Wiederkommen

Gut geschulte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind  ein wichtiges Aushängeschild  für ein erfolgreiches Unternehmen. Vor  allem im Tourismus werden gut ausgebildete  und selbständig arbeitende Fachkräfte als Garant für  zufriedene  Gäste  und damit für gesehen. Das  von Elke Beneke von EB projektmanagement in Kärnten betreute EU-Projekt ProFiT hat sich daher zum Ziel gesetzt, interessierten Hotel- und Gastronomiebetrieben in Sachen Mitarbeiterorientierung  tatkräftig zur Seite zu stehen.

Zufriedene Mitarbeiter sind ein Garant für zufriedene Gäste „Die Qualität in der Serviceleistung zählt neben einem hochwertigen Gästeangebot zu den wichtigsten Wettbewerbsvorteilen im Tourismus. Ob eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter hochmotiviert ist, lässt sich leicht am Tischumsatz oder der Anzahl von verkauften Nächtigungen messen“, so Beneke, die aufgrund der vielen geführten Gespräche mit heimischen Tourismus-betrieben weiß, wo der sogenannte Schuh drückt. Denn regionale Fachkräfte im Tourismus sind rar und das derzeit veraltete und nicht schmeichelhafte  Image im Tourismus tut sein Übriges, um Tourismusfachkräften den hei-mischen Tourismusmarkt zu vergraulen. Vielfach geht es um die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Privatleben, warum regionale Fachkräfte dem Tourismus generell den Rücken kehren und in anderen Branchen Fuß fassen.

Ein maßgeschneiderter Beratungsprozess für mitarbeiterorientiertes Handeln

ProFiT begleitet die am Projekt teilnehmenden Unternehmen im Rahmen eines maßgeschneiderten Beratungsprozesses, um  mitarbeiterorientierte Lösungen im jeweiligen Betrieb zu integrieren.  „Derzeitige Themenfelder sind  die geeignete Personalauswahl und -entwicklung, Weiterbildung, Teamentwicklung,  und natürlich auch die Optimierung der Arbeitsorganisation,“ berichtet die Kärntner Projektverantwortliche.

Von der Mitarbeitermappe, dem persönlichen Gespräch und dem Stärken von Fähigkeiten

Das Stärken von Fähigkeiten und Fertigkeiten motiviert und festigt die Partnerschaft zwischen Betrieb und MitarbeiterIn Ein gutes Beispiel für mitarbeiterorentiertes Handeln ist das Kinderhotel Ramsi in der Nähe von Hermagor. Neben der Erweiterung der Homepage um eine „Teamsite“ wurde eine  Mitarbeitermappe kreiert, die es Neuankömmlingen im Team  leichter macht, das Unternehmen kennen zu lernen. „Es geht dabei aber auch um das Definieren seines eigenen Platzes im Team, sind sich das  Hoteliersehepaar Walter und Karin Ramsbacher einig.  „Langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gibt die Mitarbeitermappe einen guten Überblick über die Rechte und Pflichten des Unternehmens“, weiß Karin Ramsbacher.

Regelmäßige Mitarbeitergespräche sind ein wichtiges Instrument, um die Zufriedenheit und das Arbeitsklima im Unternehmen immer wieder abzufragen, um gegegebenfalls positiv lenken zu können. Obwohl das Hotel kaum über Fluktuation klagt, war es für die Hoteliersfamilie Ramsbacher wichtig, Leistungen für seine „Guten Geister“ zu definieren. So wird  langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Betriebes gebührend Dank ausgesprochen und zum Saisonabschluss ein Mitarbeiterausflug organisiert, wo die Hoteliersfamilie über die weiteren Qualitätsverbesserungen und anstehende bauliche Maßnahmen  im Hotel  informiert, aber auch diskutiert. Weiters ist die laufende fachliche und persönliche Weiterbildung im Einzelnen aber auch in der Gruppe ein wichtiger Aspekt, um mit einem motivierten Team in die kommende Saison zu starten.

Die Hotel- und Gastronomiekooperation "Tourismus : Gailtal : Attraktiv" setzt bei der Jugend in der Region an

Die Zusammenarbeit mit Schulen stärkt eine bedarfsgerechte Ausbildung  Ausgehend vom Kinderhotel Ramsi und auf Initiative von Profit wurde eine Betriebskooperation im Gailtal gestartet die sich zum Ziel setzt, offensiv vor allem Jugendliche für eine Ausbildung im Tourismus zu begeistern. Für die Tourismuskooperation  Tourismus : Gailtal : Attraktiv (kurz TGA) wurden im Rahmen des Projektes eigene Qualitätskriterien für die Betriebe entwickelt, die Lehrlinge bzw. PraktikantInnen aufnehmen.

„Diese Qualitätsstandards garantieren jungen Menschen, dass sie eine überdurchschnittlich gute Aufnahme im Betrieb und eine damit verbundene,  der Stellenbeschreibung entsprechende Ausbildung,  erhalten,“ betont Walter Ramsbacher. Durch eine Kooperation mit der in der Region ansässigen Höheren Lehranstalt für Wirtschaftliche Berufe (HLW Hermagor), haben Lehrerinnen und Lehrer, die für die Berufsberatungen zuständig sind die Möglichkeit, in den Betrieben die Organisationsabläufe und Arbeitsabläufe im Rahmen eines Art Praktikums kennenzulernen. Zusätzlich werden im Rahmen einer Workshopreihe in der HLW Hermagor vor Ort, Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren direkt von den Unternehmen angesprochen. Es geht dabei um das Bewusst- und Schmackhaftmachen der  positiven Aspekte einer Lehre im Tourismus. „Kaum ein Beruf ist so abwechslungsreich und so spannend wie ein Beruf im Tourismus“, ist Elke Beneke  überzeugt, da sie selbst ihre Wurzeln im Tourismus hat. „Daher werden vor allem Personen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und solche, die erst einsteigen, besonders informiert und motiviert, Tourismusberufe als Option wahrzunehmen.“

Die Präsenz  der Tourismusbetriebe auf Berufsorientierungsmessen, um  ihre Anliegen als Arbeitgeber in der Region und damit die positiven Seiten eines Arbeitsplatzes im Tourismus jungen Menschen und deren Familien bewusst zu machen, schafft so ein kontinuierliches Umdenken.  „Mitarbeiterorientierte Unternehmen planen für sich und ihr Team gleichermaßen. Dieses bewusste Tun gilt es in die Öffentlichkeit zu tragen und  publik zu machen,“ so Walter Ramsbacher, der durch sein Handeln im eigenen Betrieb mit positivem Beispiel sein persönliches Zeichen setzt.

          

 

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Attractive employees to the tourism industry – satisfied employees are the key to success

The Interreg-project „ProFiT – Pro Familie im Tourismus“ supports businesses in Carinthia, Salzburg, Tyrol and South Tyrol in connection with staff orientation as a strategy to address the lack of skilled workers.

Friendly, well-trained and skilled workers guarantee guests will return

Satisfied employees are a guarantee for satisfied guests Well trained and motivated employees are an important calling card for a successful business. In tourism in particular, well trained employees who are able to work on their own initiative are seen as likely to guarantee that guests will return in the future. Therefore, the aim of the EU-project ProFiT, led by Elke Beneke in Carinthia, is to actively support interested hotel and gastronomy businesses in of the area of staff orientation and training.

“Beside high quality offers for guests, the quality of service is one of the most important competitive advantages in tourism. “  “The number of booked tables and overnight stays will quickly demonstrate if an employee is highly motivated.“, says Elke Beneke, who, as a result of many discussions with local tourism businesses, knows where the issues lie: local skilled workers in tourism are rare and the current old-fashioned and unflattering image of the tourism industry keeps skilled workers away from the local market. The work-life balance is also in many cases the reason why local skilled workers are turning their backs on tourism and take up work in other areas.

A made-to-measure consulting process for staff-orientated action

ProFiT assists businesses taking part in this project within the framework of a made-to-measure consulting process to find staff-orientated solutions for the respective businesses. “Current issues are appropriate choice of staff as well as staff development, further training, team development and optimising the working organisation“ the project leader reports.

About the staff information folder, personal talk and strengthening of skills

The strengthening of skills and capabilities motivates and cements the partnership between business and staff.Kinderhotel Ramsi near Hermagor, is one good example of staff orientated action. In addition to expanding the homepage by adding a “teamsite”, a staff information folder was also created to make it easier for new members of the team to get to know the business. “It’s  also about defining one’s own place within the team”, Walter and Karin Ramsbacher, the hotel keepers, agree;  and Karin Ramsbacher adds, “The staff information folder offers long-standing members of staff a good overview of the rights and duties of the business.” An important instrument is regular staff appraisals to constantly monitor and ensure staff satisfaction and the working climate within the business and, if necessary, to make positive changes as required. Even though staff turnover is minimal, it was important to the hotelier-family to define the performance of their staff. For instance, long-standing staff of the business are duly thanked and a staff outing is organised at the close of a season, where the hotel management informs employees about, and discusses, further quality improvements and planned building works to the hotel. In additon, continuous professional and personal devevlopment training for individuals, but also in groups, is an important aspect in planning the coming season with a motivated team.

The hotel and gastronomy cooperation “Tourismus : Gailtal : Attractiv“ aims to attract youngsters in the region

Based on Kinderhotel Ramsi, a business cooperation was started in Gailtal under the ProFiT framework with the aim of actively stimulating the interest of youngsters in a career in tourism. Within the framework of the project, special quality criteria for the businesses who take on trainees and interns were developed for the tourism cooperation “Tourismus : Gailtal : Attractiv” (TAG).

The cooperation with schools strenghens needs-based vocational training.Walter Ramsbacher stresses that “these quality standards guarantee that young people are integrated exceptionally well into the business and receive the appropriate training according the the job description.” Through a cooperation with the “Höhere Lehranstalt für Wirtschaftliche Berufe (HLW) Hermagor” – (Vocational Education and Training College for Management and Service Industries), teachers responsible for career advice get the opportunity to experience the organisational and work procedures through an internship in the businesses. In addition, youngsters between 15 and 17 are approached directly by businesses within the framwork of a series of workshops at the HLW Hermagor. The aim is to raise awareness and attract them to the positive aspects of a vocational training in tourism. Elke Beneke, whose roots lie in the tourism industry, is convinced that “hardly any other profession is as varied and as exciting as tourism. That’s why unemployed people and those who are just entering the job market are particularly targetted and  informed and are motivated to view a career in tourism as an option.”

Such focus is achieved by tourism businesses being present at regional careers events set up to draw the attention of  youngsters and their families to their concerns as employers in the region and to the positive aspects of a career in tourism. “Staff-orientated businesses plan equally for themselves and their teams and this deliberate action must be made public”, says Walter Ramsbacher, who is setting his own personal standards by the positive way in which he conducts his business.

          




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