Donnerstag 23. Mai 2013, 08:49

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Athen könnte mehr Zeit für Bond-Tilgung bekommen

Die Notenbanken der Eurozone erwägen offenbar, Griechenland mehr Zeit für die Rückzahlung von Schuldtiteln zu geben. In einem Dokument vom jüngsten Treffen der Euro-Gruppe war von einer Verlängerung des Rückzahlungsfrist für griechische Staatsanleihen in Notenbank-Besitz durch einen sogenannten "Roll-over", den Tausch auslaufender Anleihen gegen neue Papiere, die Rede.

Damit könnte das Land bis 2016 um insgesamt 5,6 Mrd. Euro entlastet würde. Konkret müsste es in dieser Zeit dann nicht mehr 7,6 Mrd. Euro aufbringen, sondern nur noch rund 2 Mrd. Euro.

Eine solche Maßnahmen würde passen zu der Verabredung der Euro-Finanzminister, die Laufzeit von bilateralen und von EFSF-Krediten an Griechenland um 15 Jahre zu verlängern und Zinszahlungen um zehn Jahre aufzuschieben. Bei der EZB liegen griechische Staatsanleihen in einem mittleren zweistelligem Milliardenvolumen.

Die Euro-Finanzminister und der IWF hatten sich am Montag auf ein umfangreiches Paket verschiedener Finanzhilfen verständigt, um das ins Stocken geratene zweite Hilfsprogramm für Griechenland wieder auf Kurs zu bringen. Damit soll die griechische Schuldenquote nun bis 2022 auf rund 110 Prozent gedrückt werden verglichen mit rund 190 Prozent, die im nächsten Jahr erwartet werden.

Dem Reuters vorliegenden Dokument zufolge benötigt Griechenland noch eine Extra-Finanzierung von 1,8 Mrd. Euro für die Jahre 2012 bis 2014 und weitere 5,8 Mrd. Euro zwischen 2015 und 2016. Würden die 17 Zentralbanken in der Euro-Zone ihre griechischen Staatsanleihen bei Fälligkeit gegen neue Schuldtitel mit längerer Laufzeit tauschen, könnte das dem Land eine Entlastung von 3,7 Mrd. Euro bis 2014 und 1,9 Mrd. Euro in den Jahren 2015 und 2015 einbringen.


 




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