Samstag 25. Mai 2013, 02:21

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Armutsgefährdung in der EU steigt

Die Zahl der von Armut und sozialer Ausgrenzung gefährdeten Menschen steigt in der Europäischen Union weiter, obwohl die Verringerung der Armut ein Kernziel der Union bis 2020 ist. Nach Daten des EU-Statistikamtes Eurostat waren 2011 119,6 Millionen Europäer bzw. 24,2 Prozent der Bevölkerung in der EU von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. In Österreich waren dies 1,4 Millionen Menschen.

Fast 120 Mio. Europäer sind von Armut bedroht
Fast 120 Mio. Europäer sind von Armut bedroht
Bild: APA

Im Jahr 2010 lag der Anteil der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen in der EU noch bei 23,4 Prozent, in Österreich bei 16,6 Prozent. 2008 wiesen in Österreich allerdings schon 18,6 Prozent der Bevölkerung ein solches Risiko auf.

Armutsgefährdet nach Zahlung von Sozialleistungen sind demnach in der EU 17 Prozent der Bevölkerung. Ihr nationales Einkommen liegt demnach unter 60 Prozent des nationalen verfügbaren Medianeinkommens. Aufgrund der Wirtschaftskrise ist diese Schwelle in mehreren EU-Staaten gesunken.

Die höchsten Quoten für Armutsgefährdung verzeichnen Bulgarien, Rumänien und Spanien (je 22 Prozent), gefolgt von Griechenland (21 Prozent). Die niedrigsten Quoten haben Tschechien (10 Prozent), die Niederlande (11 Prozent), Österreich, Dänemark und die Slowakei (je 13 Prozent).

Als gefährdet nach EU-Definition gilt aber auch, wer unter erheblicher materieller Entbehrung leidet. Dies waren 2011 9 Prozent der EU-Bevölkerung, in Österreich 3,9 Prozent. Dieses Kriterium erfüllen in Bulgarien 44 Prozent der Bevölkerung, in Lettland 31 Prozent und in Luxemburg und Schweden nur jeweils 1 Prozent.

Ein weiteres Armutskriterium ist der Anteil an Personen in Haushalten mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit. Weniger als 20 Prozent ihres Erwerbspotenzials ausgeschöpft haben im EU-Schnitt 10 Prozent. Die Spanne reicht von Belgien (14 Prozent) bis Zypern (5 Prozent), Österreich liegt bei 8,0 Prozent.


 




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