Freitag 18. Mai 2012, 19:30

Soziales & Arbeit

Aktives Altern in der EU

Die Erwerbstätigenquote für 60- bis 64-Jährige stieg von 23% in 2000 auf 31% in 2010
und für 55- bis 59-Jährige von 50% auf 61%
Der Anteil der Bevölkerung in der EU27, die 55 Jahre und älter sind, stieg von 25% im Jahr 1990 auf 30% im Jahr 2010. Es wird geschätzt, dass dieser Anteil im Jahr 2060 ungefähr 40% erreichen wird. Im Zusammenhang mit den demografischen Herausforderungen, die mit diesem Anstieg verbunden sind, hat die Europäische Union das Jahr 2012 zum Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen erklärt.

Frau am Arbeitsplatz
Frau am Arbeitsplatz
Bild: presseportal.de
Aktives Altern bedeutet, dass ältere Personengruppen die Möglichkeit haben, weiterhin Teil der Erwerbsbevölkerung zu sein und ihre Erfahrungen zu teilen, eine aktive Rolle in der Gesellschaft zu spielen und so gesund und erfüllt wie möglich zu leben.
Anlässlich des Europäischen Jahres veröffentlicht Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, eine neue Publikation "Active ageing and solidarity between generations – a statistical portrait of the European Union 2012". Diese entstand in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration der Europäischen Kommission und Eurofound, der europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen. Diese Veröffentlichung präsentiert Daten zu Themen wie Demografie, Beschäftigung, Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand, Gesundheitsversorgung, Lebensbedingungen und Teilhabe an der Gesellschaft. Informationen über Einstellungen gegenüber dem Altern und über die Teilhabe älterer Personen an der Gesellschaft können in einer neuen Eurobarometer Erhebung der Europäischen Kommission sowie in der Eurostat Veröffentlichung gefunden werden.
Der Anteil der Bevölkerung ab 55 Jahren reichte im Jahr 2010 von 21% in Irland bis 33% in Deutschland und Italien
Der Anteil der Personen ab 55 Jahren an der Gesamtbevölkerung erhöhte sich zwischen 1990 und 2010 in allen Mitgliedstaaten. Im Jahr 2010 wurden die höchsten Anteile derjenigen im Alter von 55-64 Jahren in Finnland (14,7% der Gesamtbevölkerung), der Tschechischen Republik und Malta (je 14,1%) beobachtet und die niedrigsten in Irland (10,1%), Litauen (10,7%) und Luxemburg (10,8%). Die höchsten Anteile derjenigen in der Altersgruppe ab 65 Jahren wurden in Deutschland (20,7%), Italien (20,2%) und Griechenland (18,9%) verzeichnet und die niedrigsten in Irland (11,3%), der Slowakei (12,3%) und Zypern (13,1%).

Die Erwerbstätigenquote der 60- bis 64-Jährigen reichte im Jahr 2010 von 13% in Ungarn bis 61% in Schweden

Die Erwerbstätigkeit unter der älteren Bevölkerung hat sich über das letzte Jahrzehnt deutlich erhöht. Während die Erwerbstätigenquote4 der 20- bis 64-Jährigen in der EU27 um 2,1 Prozentpunkte wuchs (von 66,5% in 2000 auf 68,6% in 2010), stiegen die Quoten für die älteren Personengruppen stärker an: um 10,6 Prozentpunkte bei den 55- bis 59-Jährigen (von 50,3% auf 60,9%) und um 7,5% Prozentpunkte bei den 60- bis 64-Jährigen (von 23,0% auf 30,5%). Die Erwerbstätigenquote der Personen ab 65 Jahren blieb bei rund 5%.
Für Personen im Alter von 55-59 Jahren wurden im Jahr 2010 die höchsten Erwerbstätigenquoten in Schweden (80,7%), Dänemark (75,9%) und Finnland (72,5%) verzeichnet und die niedrigsten in Polen (45,8%), Slowenien (46,9%) und Malta (49,3%). Für diejenigen im Alter von 60-64 Jahren wurden die höchsten Quoten in Schweden (61,0%), dem Vereinigten Königreich (44,0%) und Estland (42,8%) verzeichnet und die niedrigsten in Ungarn (13,0%), Malta (14,2%) und der Slowakei (17,2%). Für diejenigen in der Altersgruppe ab 65 Jahren fanden sich die höchsten Erwerbstätigenquoten in Portugal (16,5%), Rumänien (13,0%) und Zypern (12,9%) und die niedrigsten in Frankreich und der Slowakei (je 1,6%) sowie in Ungarn (1,9%).


 




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