9/11- Die Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit 10 Jahre danach
Anlässlich des zehnten Jahrestages von 9/11fand im Wiener EU-Haus eine hochrangige Expertenkonferenz zu diesem Thema statt. Medien- und Sicherheitsexperten diskutierten über die Auswirkungen der Terrorattacken von 2001. Ergänzend zur Veranstaltung wurde auf Initiative der US-Botschaft bei der OSZE die Fotoausstellung “Headlines of History: Remembrance and Resilience" gezeigt.

Bild: Public Domain
Die hochkarätigen Teilnehmer an dieser Veranstaltung analysierten im Haus der Europäischen Union in Wien die Auswirkungen auf Europa und die Welt. Im Zentrum der Veranstaltung, die in Kooperation von Reporter ohne Grenzen Österreich, der OSZE, dem Medienhaus und dem Presseclub Concordia veranstaltet wurde, standen Pressefreiheit und Sicherheit. Das breite Spektrum an Politik- und Medienexperten, u.a. Freimut Duve und Dunja Mijatovic/OSZE, Gerhard Sabathil/EEAS, Eva Novotny/UNESCO, Karim el-Gawhary/ORF und Ian Kelly, US-Botschafter bei der OSZE, sorgte dafür, dass die unterschiedlichsten Perspektiven ihre Beachtung und Wertung erfuhren.
Der Hausherr, Richard Kühnel, Leiter der Kommissionsvertretung in Österreich, hielt eine sehr emotionale Begrüßungsrede in der er seine persönlichen Erinnerungen an diesen Tag schilderte: "Ich habe 2001 in New York gelebt. Ich habe die Flugzeuge gesehen. Ich erinnere mich an die hilflose Ungläubigkeit. Ich erinnere mich an die instinktive Suche nach einem Zufluchtsort. Ich erinnere mich an die vergeblichen Versuche, Angehörige und Freunde zu erreichen. Ich erinnere mich an die Asche. Ich erinnere mich an den Geruch. Ich erinnere mich an die unwirkliche Stille danach. Ich erinnere mich an die hoffnungslosen Fotos der Vermissten. Ich erinnere mich an den Schmerz und die Trauer. Aber ich erinnere mich auch an die Unerschütterlichkeit, die Stärke und den Lebensmut der Menschen der Stadt. Ihre Wärme. Ihren festen Willen, das alles durchzustehen. Ich war damals ein New Yorker. In gewissem Sinne bin ich das noch heute und werde es immer sein"
"Auf Freiheit und Verantwortung zu achten, schien mir die notwendige Aufgabe des journalistisches Berufes", resümierte der Gründer und erste Beauftragte für Medienfreiheit der OSZE, Freimut Duve. Seine Nachfolgerin im Amt, Dunja Mijatovic, ergänzte, dass sich das Mandat des OSZE-Beauftragten nicht verändert habe. Es gehe darum, das Recht auf freie Meinungsäußerung zu wahren und gleichzeitig dem berechtigten Anliegen der Regierungen nachzukommen, ihre Bürgerinnen und Bürger zu schützen.
Dr. Gerhard Sabathil, Direktor beim Europäischen Auswärtigen Dienst stellte klar, dass Nine Eleven für Europa ein einschneidendes Ereignis war und unterstrich die Solidarität Europas mit Amerika: „Amerika ist auf der Idee der Freiheit und Sicherheit entstanden; ohne Freiheit gibt es keine Sicherheit. Dies ist auch die Botschaft des Arabischen Frühlings.“
Ian Kelly, US-Botschafter bei der OSZE, unterstrich die wichtige Rolle Neuer Medien bei der kollektiven Aufarbeitung von Nine Eleven. Auch die anwesenden Vertreter internationaler Journalistenvereinigungen betonten die Rolle des Internets für Transparenz.
Ergänzend zur Veranstaltung wurde auf Initiative der US-Botschaft bei der OSZE die Fotoausstellung “Headlines of History: Remembrance and Resilience" gezeigt. Die Bilder stellen eindrucksvoll dar, wie wichtig journalistische Arbeit bei der Aufdeckung der Hintergründe und Verarbeitung der Ereignisse vom 11. September 2001 war und ist.


















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