18 EU-Staaten für Nobelpreis-Zeremonie angemeldet
Bisher haben sich 18 EU-Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Faymann, zur feierlichen Verleihung des Friedensnobelpreis an die EU am 10. Dezember in Oslo angemeldet, heißt es aus dem Umfeld von EU-Ratspräsident Van Rompuy, der die EU-Chefs eingeladen hatte. Die einzelnen Teilnehmer oder Absagenden wurden nicht genannt.
Auch das Online-Portal "EU Observer" berichtete unlängst unter Berufung auf den Direktor des Nobel-Instituts, Geir Lundestad, dass 18 Staats- und Regierungschefs ihre Teilnahme bisher zugesagt hätten. Auch diesen Angaben zufolge wurde keine Teilnehmerliste bekannt gemacht, aber angegeben, dass die "Chefs" der großen Staaten Frankreich, Deutschland, Italien, Polen und Spanien jedenfalls in Oslo dabei sein würden.
Nach Angaben des "EU Observer" haben sechs "Chefs" ihre Teilnahme bisher abgesagt, darunter der britische Premier Cameron, der tschechische Staatspräsident Klaus und Schwedens Regierungschef Reinfeldt. Während Cameron und Klaus als Euroskeptiker gelten, habe Reinfeldt an demselben Tag andere Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Nobelpreis, schrieb der "EU Observer".
Die Auszeichnung wird am kommenden Montag von EU-Kommissionspräsident Barroso, EU-Ratspräsident Van Rompuy und EU-Parlamentspräsident Schulz in Oslo entgegengenommen. An der Zeremonie nehmen überdies vier Gewinner eines Zeichen- und Schreib-Wettbewerb für junge Menschen im Alter von acht bis 24 Jahren teil.
Das Preisgeld für den diesjährigen Nobelpreis beträgt acht Millionen schwedische Kronen (929.400,42 Euro). Die EU will das Preisgeld in Projekte zur Hilfe für Kinder in Kriegen oder Konflikten investieren. Neben dem Preisgeld erhält die EU als diesjähriger Nobelpreisträger auch eine Medaille und ein Diplom. Beide werden von den EU-Institutionen im Namen der Europäischen Union aufbewahrt.


















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