Sonntag 26. Mai 2013, 08:06

Energie & Ressourcen

1,2 Milliarden Euro für Erneuerbare Energien

Das NER300-Finanzierungsprogramm basiert auf dem Verkauf von 200 Millionen Emissionszertifikaten und kommt innovativen EU-Projekten zugute. Damit stehen 1,2 jetzt Milliarden Euro für die konsequente Weiterentwicklung von 23 innovativen Projekten mit  erneuerbaren Energien zu Verfügung. 

1,2 Milliarden Euro für Erneuerbare Energien
1,2 Milliarden Euro für Erneuerbare Energien
Bild: BMLFUW/Kern Bernhard
Die Energiewende kommt in Fahrt: Die Kommission hat für 23 innovative Demonstrationsprojekte über 1,2 Milliarden Euro an Fördermittel freigegeben. Die Palette reicht von Bioenergie inklusive Biokraftstoffe über Solarkraft, Erdwärme und Windkraft bis hin zu Meeresenergie und intelligenter Netzsteuerung. Anhand dieser Projekte soll die Funktionstüchtigkeit und Leistungsfähigkeit der innovativen Energieversorgung untermauert werden. So ganz nebenbei wird dadurch die jährliche Gesamtproduktion der erneuerbaren Energien in Europa um gewaltige 10 TWh steigen. Diese Menge entspricht übrigens dem jährlichen Kraftstoffbedarf von über einer Million Autos. Mit dabei ist übrigens auch ein österreichisches Projekt: Der steirische Windpark Handalm wir mit 11,3 Millionen Euro gefördert.   

Meilenstein in der EU-Klimapolitik

EU-Kommissarin Connie Hedegaard bezeichnet die Entscheidung zu diesem Schritt der Kommission als Meilenstein in der EU-Klimapolitik. Das NER300-Programm ist mit einem Robin-Hood-Mechanismus vergleichbar, nach dem die Verursacher von Umweltverschmutzung für eine groß angelegte Demonstration emissionsarmer Technologien zahlen, so Hedegaard. Zu besagten 1,2 Mrd. an Fördergeldern, bezahlt von den Verursachern, werden weitere zwei Milliarden Budget aus privaten Quellen oder nationalen Förderungen kommen. Dazu kommen zahlreiche Arbeitsplätze sowohl in der Bauphase der Projekte als auch im laufenden Betrieb und der langen  Zulieferkette. Besagte NER300-Förderungen sind an die Verpflichtung zum Wissenstransfer und die Produktion Grüner Energie gebunden und sollen die Vorreiterrolle Europas bei Erneuerbaren Energien festigen.

Erneuerbare Energie statt CCS

Eigentlich wäre das Budget für CCS-Projekte gedacht, doch mangels geeigneter Projekte entschied sich die Kommission, die Prioritäten anders zu setzen. Dieses Glück und die sprichwörtliche Flexibilität der Kommission brachten es mit sich, dass vorerst die Erneuerbaren Energien zum Zug kommen. Ursprünglich sollten ja 4,5 Milliarden Euro aus dem Emissionshandel kommen, doch weit gefehlt, vorerst sind es gerade mal 1,5 Milliarden. Diese fließen jetzt überwiegend in erneuerbare Energien, während CCS munter in die nächste Runde der Ausschreibung schreitet.        

Windpark Handalm: 72600 MWh

Die Steiermark als Standort eines prestigeträchtigen Windparks kommt in den Genuss von 11,3 Millionen Euro an Fördergelder. Die Leistung der 11 Turbinen liegt bei geplanten 72600 MWh jährlich, welche nicht zuletzt auf die günstige Lage in 1800 Meter Seehöhe zurückzuführen ist. Die Generatoren sind mit hochkomplexen technischen Messgeräten ausgestattet, die aus diesem Projekt gewonnen Messdaten und Erfahrungen fließen in weitere Projekte ein.

Die Steiermark ist nur eines von vielen Projekten, welche von NER300 profitieren. Und wie es aussieht, ist das erst der Anfang.

 


 




Kommentar hinzufügen